Nick Carter – I’m taking off CD

Boybands haben ein Ablaufdatum. Es ist einfach ein Naturgesetz, woran sich auch die meisten halten. Aber die Backstreet Boys wehren sich vehement gegen dieses Vorurteil und lassen viele Alben lang nicht zu, dass auch sie zu den Eintagsfliegen hinzugezählt werden.
Einige von ihnen haben auch Solokarrieren gestartet, um außerhalb der Backstreet Boys im Gespräch zu bleiben. Schon einmal hat Nick Carter versucht, an seine Erfolge anzuknüpfen, rund 9 Jahre später legt er wieder mit einem Soloalbum nach.

„I’m taking off“ verwundert zuerst einmal mit dem Label: Die LP erscheint nämlich bei Glor Music, das mir bis dato kein Begriff war. Nach kurzer Recherche (die Betonung liegt bei kurz) erwartete ich ein ruhiges und langsames Album, nur um eines Besseren belehrt zu werden.
Denn das erste Lied „Burning up“ vermittelt so ganz und gar nicht den Eindruck von einem ruhigen Album. Dieser Track mit Dance-Elementen zeigt deutlich, dass der Einfluss von David Guetta an niemandem vorbeigeht und der Dance- Einfluss unüberhörbar ist. Kopiert wurde der Stil ganz und gar nicht, sondern vielmehr inspiriert.
Wer hauptsächlich Balladen erwartet, wird überrascht werden: Auch die nächsten Songs behalten die Dance- Elemente bei, ohne gezwungen und aufgesetzt zu wirken. Doch keine Sorge, die langsamen Songs wurden nicht verbannt, sondern nur nach hinten verlegt.
Doch auch gewöhnliche Pop-Songs, wie die Singleauskopplung „Just one kiss“ sorgen für Fröhlichkeit und Vielfalt. Ein gelungener Mix zwischen Midtempo, Dance, Pop und Lowtempos.

Fazit: Sehr poppig und weniger schnulzig – Nick Carter erfindet sich neu und die ganzen dramatischen Balladen bleiben aus, was eine sehr geglückte Entscheidung ist. Die willkommene Abwechslung kann ich nur sehr begrüßen und freue mich, dass Nick Carter seinen Boyband- Weltschmerz außer Acht lässt.

Highlights: Burning Up, Addicted
Label: Glor Music
Erscheinungstermin: 3. Juni 2011

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