In Time – Deine Zeit läuft ab

Das offizielle Filmposter schaut aber gut aus

Justin Trousersnake ist wohl der Traum vieler junger Mädchen. In „Bad Teacher“ konnte er ja nicht soviel falsch machen, andere Filme mit ihm habe ich leider noch nicht gesehen, sodass ich seine anderen Auftritte nicht bewerten kann.

Sehr spannend hörte sich für mich der aktuelle Science Fiction Blockbuster mit JT in der Hauptrolle an: Ab dem 25. Lebensjahr bezahlen die Menschen nicht mehr mit Geld, sondern mit ihrer kostbaren Zeit. Läuft ihre Zeit ab, sterben sie einfach.
Zugegeben, diese Zukunftsversion ist so absurd und fiktiv, dass ich dieser Idee dann doch irgendwie etwas abgewinnen konnte. Der Ansatz klingt wirklich interessant, aber das Ergebnis hat mich dann letzten Endes doch nicht beeindrucken.
Zwar mag ich ein großer JT-Fan sein, dennoch befürchte ich, dass er hier fehlbesetzt wurde. Hier glänzt Justin nicht und ich sehe seine Zukunft weiterhin als Musiker oder zumindest in Komödien. Unglücklicherweise wächst auch Amanda Seyfried nicht in ihre Rolle hinein. Wer Amanda in „Mamma mia“ gesehen hat, hat sie vermutlich noch als heitere, singende Braut in spe in Erinnerung. Als Sylvia Weis zeigt sie keinerlei Gefühlsregung, aber in manchen Szenen wurde dann dennoch Romantik und Liebe gefordert, was sie jedoch nicht wirklich gut meisterte. Abgekauft habe ich ihr nichts von alledem. Die kühle Schönheit war in meinen Augen zu übertrieben kühl. Cillian Murphy hingegen besticht mal wieder in seiner Rolle als Gegenspieler und mimt einmal mehr den Bad Guy.

Wie bereits erwähnt, finde ich die Idee der Story zwar absurd, aber dennoch gut. Mit dem Film verhält es sich allerdings anders:Dieser konnte mich nicht überzeugen, da mir die Story einfach zu vorhersehbar war und mir die Entwicklung der Geschichte gar nicht gefallen hat. Man wird schlecht unterhalten und hätte einfach mehr aus dem Streifen machen können. Als unsinnig empfand ich auch die Idee, ein „Bonnie & Clyde“ Pärchen aus den Hauptcharakteren zu machen. Zum einen weil das Stockholm Syndrom nicht positiv gewertet werden soll (auch wenn Justin Timberlake der Kidnapper sein sollte) und zum anderen, weil es bereits „Bonnie & Clyde“ gibt.

Fazit: Mir wurden sage und schreibe 109 Minuten meines Lebens gestohlen. Als Trost wurden immerhin Matt Bomer und Alex Pettyfer als Leckerbissen gecastet.
„Live forever or die trying“ als Untertitel ist mir auch zu sehr von Mr. Curtis Jackson geklaut.
Unnützes Wissen hierzu: Mein Professor wusste in einer Unterhaltung, wie der Künstlername von Curtis Jackson lautet.

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20 thoughts on “In Time – Deine Zeit läuft ab

  1. Weder wusste ich, dass man Justin „Mr. Trousersnake“ nennt, noch wie Curtis Jackson noch heißt. Dank G**gle bin ich jetzt schlauer 😉

    Ansonsten gucke ich kaum Filme, und wenn, dann nur „besondere“, deshalb kann ich auch nicht wirklich was dazu sagen…

  2. schön, endlich mal etwas zu dem film zu lesen! als ich ca. vor 2 monaten den trailer gesehen habe, wollte ich mir den film unbedingt im kino anschauen. es ging mir aber ähnlich wie dir. ich war emotional einfach überhaupt nicht dabei und die story war – in meinen augen – viel zu plump umgesetzt. auch das ende, das als ‚happy end‘ verkauft wurde war eigentlich der anfang eines bürgerkriegs, also gar nicht so glücklich. der fokus hätte finde ich einfach auf ganz andere dinge gesetzt werden müssen. der film hat nicht soviel hollywood vertragen, wie drin war. schade.

    • Sehr schön, dass jemand meine Meinung dazu teilt. Meine Freunde waren dank negativer Propaganda meinerseits nicht mehr bereit ins Kino zu gehen und ein Meinungsaustausch war daher mit fast niemandem möglich. Ja, das Happy End war gar keins. Ja,die Storyentwicklung war schrecklich!

  3. Da muss ich mich dann jetzt Ruthie anschließen 😉 Da der Film nicht so umwerfend sein soll, hast Du jetzt wenigstens dafür gesorgt, dass uns nicht auch noch Zeit gestohlen wird. Man muss ihn also nicht ansehen. Wenigstens ist aber wieder eine Bildungslücke geschlossen, denn s. Ruthis Kommentar – wusste ich bisher auch nicht :-)

  4. Hmpf, dabei hab ich mich wirklich auf In Time gefreut. Aber wenn er so schlecht ist, warte ich zumindest, bis er in die Videotheken kommt. Danke für die Warnung, auch wenn ich ein bisschen traurig bin =(

    • Also ich finde ihn sehr schlecht, was sehr schade ist, da er wirklich Potenzial hatte. Ich habe mich auch sehr gefreut, aber die Enttäuschung war halt bei mir dafür umso größer :( .

  5. Ok, hatte schon anderweitig gehört, dass der Film ganz schlecht sein soll. Als Tip: Alpha Dog mit JT fand ich recht gut. Und da gibts Emile Hirsch als kleinen Augenschmaus. 😉

    • Danke für den Tipp! Zwar empfinde ich Emile Hirsch nicht als Augenschmaus, finde ihn aber dennoch sehr sympathisch. Beizeiten werde ich mir den Film anschauen :)

  6. Den Film fand ich okay, hätte mich aber sehr geärgert, wenn wir dafür extra ins Kino gegangen wären. Die Story war mehr als lahm, aber über die Darsteller hab ich mich umso mehr gefreut. „Jane“ & „Aru“ aus Twilight, der Böse aus Casino Royale (wieder fantastisch in seiner Rolle) und dann noch (ich vergess immer seinen Namen) Zwergnase aus Big Bang Theory.

  7. Schade, dass du den Film nicht mochtest, ich fand ihn klasse. Ich hab ihn ebenfalls in meinem Blog rezensiert, ein bisschen ausführlicher als du und auch mit einem anderen Ergebnis, aber das finde ich auch gut so! 😀 Ich mein, wie sähe die Welt denn aus, wenn wir alle das Gleiche mögen würden… 😉

    Worin ich dir zustimme, ist, dass das Bonny&Clyde-Klischee hier ein bisschen überbedient wurde. Was meiner Meinung nach dem Film keinen Abbruch tut. Aber den Ansatz mit dem Stockholm Syndrom find ich interessant, da hab ich überhaupt nicht drüber nachgedacht.

    Falls es dich interessiert: http://fraudehnertsallerlei.wordpress.com/2011/12/04/don%C2%B4t-waste-my-time-in-time-deine-zeit-lauft-ab/

    Ansonsten ein super Blog! :)

    Mit den liebsten Grüßen!

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