Resident Evil Comic – Die Geisel


All die Jahre wurden wir belogen. Stets hat man uns im Glauben gelassen, dass Zombies Untote sind und als Tote unter der Erde vergraben, einfach wieder auferstehen und unser Gehirn wollen. Nachvollziehbar ist die Tatsache, dass sie unser Gehirn wollen, denn wer nicht besonders helle wird, sucht einen ausgleichenden Ersatz. Dass der Verzehr eines Denkapparats die Gehirnleistung eines Zombies nicht besonders verbessert, ist hierbei eine andere Geschichte.
Nicht nachvollziehbar ist hingegen die Entstehungsgeschichte. Denn wieso sollten Untote in eine perspektivlose Welt zurückkehren? Zombies haben keine Zukunft auf der Erde. Sie können nicht arbeiten gehen, verspeisen immer nur dasselbe, jeder Tag sieht einfach gleich aus; als Zombie sieht’s trostlos aus und ich kann ich mir nicht vorstellen, dass diese freiwillig diesem Leben nachfrönen.


Die Wahrheit liefert Capcom mit der Umbrella Corporation, die den T-Virus selbstredend verbreiten und Menschen einfach mit dem genannten Virus infizieren und zu willenlosen Kreaturen mutieren lassen.
So weit, so gut. Hätten wir das mit den Zombies endlich mal geklärt. Nun kann ich mich seelenruhig dem Comic widmen, der das Resident Evil Universum um zwei Charaktere erweitert.

Mina Gere weiß zwar eine Menge über Waffen und Nahkampf, ist aber dennoch ein Grünschnabel in Einsätzen. Trotzdem absolviert sie ihre erste Außenmission mit Bravour. Holiday Sugarman hingegen ist erfahrener im Kampf. Erfolgsverwöhnt muss er zusehen, wie er seine Einheiten verliert, aber dennoch einen Zombieschwarm außer Gefecht schaltet. Beide Agenten, so verschieden sie auch sein mögen, müssen aufgrund eines Mangels an Arbeitskräften nun zusammen arbeiten. Ihr Auftrag lautet den vermeintlichen Fritz Giesel aufzusuchen, der für die Verbreitung der Biowaffen verantwortlich zu sein scheint.

Die Geschichte, die abseits von den Videospielgeschichten stattfindet, passt hervorragend in die Resident Evil Welt. Die neu eingeführten Charaktere fügen sich gut ein und neue Abenteuer mit diesen würde ich herzlich begrüßen. So unterschiedlich beide auch sind, so interessant ist auch die Entwicklung und die Entfaltung der Arbeitsbeziehung beider.
Die Zeichnungen sind größtenteils detailliert und fein, gehen aber auch oft in die Totale und verzichten auf einen Fokus. Die Zeichnungen des Graphic Novels erinnern mich stark an die Tomb Raider und Buffy Comics.

Fazit:
„Die Geisel“ ist eine hervorragende Sidestory, die sich superb ins Resident Evil Universum einfügt. Die Zombieauftritte kommen nicht zu kurz und die ansehnlichen Artworks am Ende runden diesen Band außerordentlich ab.
Resident Evil Comic – Die Geisel, Ricardo Sanchez, Kevin Sharpe, Jheremy Raapack, ASIN: B0057WWTQ4
Eine Leseprobe findet Ihr auf mycomics
Weitere Informationen gibt es beim Panini – Verlag

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4 thoughts on “Resident Evil Comic – Die Geisel

  1. Resident Evil ist ein blinder Fleck für mich, obwohl Kai mich seit zwei Jahren unablässig drängelt, die älteren Spiele zu spielen. Vielleicht, wenn der nächste Winter kommt und es wieder dunkel wird. Hört sich ja schon alles ziemlich gut an…

    • Ich habe Resident Evil 4 gespielt. Es ist wirklich gut gemacht, aber leider hatte ich mehr Angst, als Vergnügen 😀
      Wenn die Prüfungen vorbei sind, mache ich mich über Operation Raccoon City her :)

      • Oh! Dann lasse ich es vielleicht doch lieber (oder spiele es wenigstens in der hellen Jahreszeit), ich bin nämlich nicht so ganz schreckfest. Operation Raccoon City? Kenne ich überhaupt gar nicht, aber ich hoffe mal, dass ich dann hier darüber lesen kann.

        • Ja, ich bin auch nicht besonders schreckfest, deswegen konnte ich es nicht allzu lange spielen. Operation Raccoon City ist ein Third Person Shooter, also gar nicht mit den anderen Hauptteilen zu vergleichen :S
          Jetzt darf ich wieder spielen; der Prüfungsmonat ist nun offiziell vorbei :) Der Bericht wird also nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen!

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