Real Steel – DVD

Real Steel – Ist der Name Programm? Im Kino habe ich diesen nicht gesehen und so habe ich mich einfach überraschen lassen. Ich schaue mir sehr oft Filme an, ohne mich vorher über den Film schlau zu machen, aber das sind genau Filme, die mich positiv überraschen!
Real Steel hört sich nach einem sinnlosen Geplänkel von Blechbüchsen an. Doch handelt es sich hierbei mehr um ein Drama, das für die gesamte Familie ausgelegt ist und ganz und gar keine Darstellung roher Gewalt oder unsinnigem Zerstören von Gegenständen ist.

Charlie, seines Zeichens Ex-Profiboxer hat seine Karriere an den Nagel gehängt und widmet sich seitdem Roboterschlachten. Seinen letzten Hightechrobot lässt er gegen einen Stier ankämpfen, der die Metallbüchse komplett irreparabel auseinandernimmt. Sein letzter Roboter wurde nun zu Sondermüll verarbeitet und Charlie braucht dringend Geld für seinen nächsten metallenen Kämpfer.
Überraschenderweise stirbt seine Ex-Frau und der ehemalige Boxer soll sich nun um seinen Sohn Max kümmern, dem er jahrelang keinerlei Beachtung geschenkt hat. Max‘ Tante hat jedoch andere Pläne und kauft Charlie das Sorgerecht ab, mit dessen Geld Charlie einen neuen Roboter anschaffen möchte. Doch bevor der Junge in die Obhut seiner neuen Erziehungsberechtigten übergeben wird, verbringt er noch Zeit mit seinem Vater.
Max ist ein überaus aufgeweckter Junge, der sich nicht von seinem Vater täuschen lässt. Er ist frech, gewieft und durchaus smart. Er fühlt sich verkauft, will die Hälfte vom Erlös und wehrt sich gegen die Entscheidungen seines Vaters, ihn bei allen Aktivitäten auszuschließen. Wird Charlie irgendwann vernünftig und lässt dieser von seiner Obsession für Roboter ab oder wird er zur Vernunft bekennen und sich endlich für seinen Sohn entscheiden?

Mir gefällt die Art, wie Max dargestellt wird. Der elfjährige Junge ist smart, intelligent und lässt sich nicht von seinem Vater übers Knie legen. Zudem ist er nicht hilflos, sondern zeigt Hirn und Humor, wobei er meiner Meinung nach an einigen Stellen zu übertrieben frech wirkt.
Hugh Jackman als Rabenvater? Zugegeben, abkaufen könnte ich ihm dieses Image niemals, da er im echten Leben „Überdad“ zu sein scheint. Aber umso interessanter, dass sein Charakter fast durchweg nie ein Vorbild eines Vaters darstellt und konsequent sich für den falschen Weg entscheidet. Die zwei Akteure wirken wie Pech und Schwefel, die sich im Film gegenseitig perfekt ergänzen ohne zusammenzupassen. Glanzlos bleibt hingegen die entzückende Evangeline Lilly. Ihre Rolle als Bailey Tallet hätte auch aus dem Skript herausgeschrieben werden können, was vermutlich keiner bemerkt hätte.

Fazit: Auch wenn die gegenseitige Zerstörung von Robotern das Ziel ist, ist der Weg des Films ein anderer. Vielmehr handelt es sich bei „Real Steel“ um ein überzeugendes Familiendrama. Keine übertriebenen Übermütter, keine Überväter, keine perfekten Gegebenheiten, keine perfekten Charaktere, sondern bloß eine Familie mitsamt ihren Fehlern. So kann es öfter sein!
Der Film erscheint auf DVD und Blu-Ray.
Erscheinungstermin: bereits erschienen
Studio: Disney

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13 thoughts on “Real Steel – DVD

  1. Also ich hab den Film damals im Kino geschaut, mit meinem Schwiegervater in Spé (Meine Freundin will ja so Actionkrams nicht sehen xD). Mir hat er sehr gut gefallen. Die Animationen der Roboterkämpfer fand ich durchaus gelungen. Hugh Jackman natürlich in einer Rolle die ihm (zumindest was die Fights angeht) auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Alles in allem ein guter Film! Da stimme ich dir zu!

  2. Oh, das hört sich ja wesentlich besser an, als das Cover aussieht. Wenn ich nur nicht eh schon so unglaublich viele Filme in meiner zu-gucken-Liste hätte! Aber ich werd ihn mir trotzdem mal merken.

    • Wir haben wohl beide das gleiche Problem, Desirée. Soviele Filme und DVDs, die ich noch zu Hause in der Warteschlange habe – aber so wenig Zeit :(

  3. Hallo Kim,
    dem Cover nach hätte ich nie diesen Film auch nur näher angeschaut. Deine Kritik macht aber wirklich Lust auf den Film und zeigt wieder einmal, dass man nicht immer nur nach dem ersten Anschein urteilen sollte.
    Lieben Gruß
    moni

    • Hallo Moni,
      schön, dass der Bericht Lust auf mehr macht. Bei den meisten Filmen hat sich wirklich herausgestellt, dass man gar nicht nach dem Filmplakat/DVD-Cover gehen sollte :)

  4. ich war auch positiv überrascvht, weil ich eigentlich mit sillloser Action gerechnet habe. Aber es ist tatsächlich ein solides Familiendrame. ABer mich persönlich hat Max schon iemlich genervt. Er wirkte irgendwie so unrealistisch wie er sich benommen hat. Zum NEde hin wurde es aber noch besser, aber am Anfang hat es mich schon ziemlich erdrück…

    • Ich kann dir nur zustimmen, dass Max an manchen Stellen zu frech wirkt. Ich finde es gut, dass er nicht das hilflose Kind ist, aber so übertrieben stark und soviel Selbstvertrauen hat kein normaler Junge! Aber beim Film scheinen wir ja einer Meinung zu sein :)

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