Fettnäpfchenführer Japan – Die Axt im Chrysanthemenwald


Zwar war ich bereits vor etlichen Jahren einmal in Japan (jaja, lang ist’s her) und bin wohl in so einige Fettnäpfchen getreten. Selbstverständlich habe ich von einigen Sachen gewusst, dass sie ein absolutes No Go sind, aber dennoch war es unvermeidlich Fehltritte zu leisten.
Wahrlich spät kommt daher der Fettnäpfchenführer. Gebraucht hätte ich ihn vor mehreren Jahren, doch wer weiß? Vielleicht erweist sich das Buch dennoch als hilfreich es verschlägt mich irgendwann wieder mal nach Nippon.

Die Fauxpas werden in Form vom Herrn Hoffmanns Reise nach Japan geschildert. Für eine Geschäftsreise reist er öfters von A nach B und macht sich mit der japanischen Kultur mehr oder weniger vertraut. Zwar helfen ihm diverse Vorwarnungen einer japanischen Betreuerin, dennoch lässt er kein Fettnäpfchen aus. Zuerst werden seine Fehler beschrieben und anschließend kommt ein Verbesserungsvorschlag, der Herr Hoffmann in einem besseren Licht dargestellt hätte. Und hier stellt sich heraus, dass die Japaner ein komisches Völkchen mit gewissen Eigenarten sind. Man erfährt allerlei Fakten: Reine Prostitution ist zum Beispiel illegal. Paradoxerweise wurde nur der Vaginalverkehr verboten, sodass hier noch Platz für Spielraum und weitere Interpretationsmöglichkeiten übrig bleibt.
Glücksspiele sind verboten, Geld darf nicht als Preis verlost werden. In Pachinko-Hallen kann man gewonnene Kugeln gegen Preise eintauschen und in Hinterecken wiederum kann man diese Preise wieder gegen Bargeld „umwandeln“. Zwar ist das eine umständliche Art, um Geld zu gewinnen, aber dieses Tauschgeschäft scheint in Europa regelrecht zu absurd zu sein.

Fazit: Abgesehen vom Einblick in das kulturelle Leben Japans, kriegt man auch einiges an Hintergrundinformationen über Japan selbst. Sowohl die Fakten, als auch der Etikettenführer wurden sehr interessant gestaltet und aufbereitet. Der Leser hat niemals das Gefühl, dass er belehrt wird (schließlich ist Herr Hoffmann hierfür zuständig). Da ich die japanische Kultur sehr interessant finde und dieses Buch japanophile Menschen mit Infos versorgt, war das Lesen reinstes Vergnügen.
Fettnäpfchenführer Japan – Die Axt im Chrysanthemenwald, Kerstin Fels, Andreas Fels, ISBN-13: 978-3934918450
Weitere Informationen gibt es bei Conbook Medien

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40 thoughts on “Fettnäpfchenführer Japan – Die Axt im Chrysanthemenwald

  1. Ich finde soetwas sollte es für mehr Länder gehen. Ich selbst war vor längerer Zeit in Thailand… und auch dort gibts einige Dinge die man eben nicht tun sollte :D

  2. Toll die Kultur fasziniert mich sehr ist sehr interessant dein Blog Grüsse dich lieb zurück und danke dir für deinen Besuch auf meiner Seite wünsche dir auch ein schönes W.E. Gruss von mir Gislinde

  3. Ist wahrscheinlich auch als Nicht-Japanreisender äußerst interessant. Ich werde nicht sterben, ohne einmal nach Japan gegangen zu sein. Die Eigenheiten der Japaner sind einfach zu putzig!

  4. Ein bischen neidisch bin ich schon. Eigentlich wollte ich auch schon mal in Japan gewesen sein, aber irgendwie klappte das nicht.
    In meinem Regal stehen ca. 3 Bücher zum Lernen der Sprache und noch “Xcentric culture – a geek in japan”.

    • Und kannst du “Xcentric culture – a geek in japan” empfehlen? :)
      Aber das mit der Japanreise kommt schon noch. Eile mit Weile, Bianca :)

      • Leider habe ich es noch nicht gelesen. :(
        Ich hoffe doch ^^. Hast du Japan auf eigene Faust erkundet, oder irgendwie ne Gruppenreise mit Reisebegleitung? Bei uns ist leider alles schiefgelaufen und dann kam noch das Atomunglück.

        • Ach herrje, das hört man ja gar nicht gerne :((
          Ich war 2005 dort und war mit zwei Freundinnen dort, die bereits in Japan waren. Ich habe mich also gar nicht zurecht finden müssen :S

          • Aber wie gesagt, ich habe neun Jahre daneben gesessen und mich gefragt wie man sowas essen kann und es auch nur gemacht um nicht als Hasenfuß abgestempelt zu werden.

            Ich hasse Fisch und ich hasse Noriblätter und Algen und alles was aus dem Wasser kommt außer eben Thunfisch! Den esse ich! Auch roh.. obwohl ich Ihn aufgrund des Delphin sterbens Jahrelang boykottiert habe. Jetzt weiß ich, dass Delphine Ärsche sind, deshalb esse ich wieder Thunfisch! ;-) Keine Ahnung was ich sonst so in Japan bekommen würde!

          • Also in Japan gibt es nicht bloß rohen Fisch und Sushi. In den zwei Wochen, die ich dort war, habe ich gerade einmal Sushi gegessen, was zwar sehr schade ist, aber umso leckerer war!

          • Ja das ist logischerweise klar aber ich sag ja, ich weiß nicht was es da so gibt, von daher bin ich da verhalten! Meeresfrüchtehaltig ist es ja trotzdem, so wie überall in Asien, dabei ist es egal ob roh oder gegart. wenn da schon irgendwo Fischirgendwas drin ist krieg ich die Kriese… bäh, Ich bin so ‘ne typische Kartoffel (naja, Pomm Döner), ich bin glücklich mit Chop Suey, Rindfleisch mit Zwiebeln und Süßsauer, die vietnamesischen Rollenmit den Reisblättern. Tofu, Hühnerfüße in schwarze Bohnenpaste, Koriander, Char Siu geht mir schon zu weit! Das ist einfach nicht meine Welt! Ich bekomme immer mein anders gewürztes Fleisch und Pho ohne Koriander usw.

          • Bist du der Meinung, dass Koriander wie Seife schmeckt??
            Jetzt habe ich sehr große Lust auf Pho :O

      • Hm, naja was asiatisches Essen angeht bin ich ja etwas wählerisch muss ich zugeben. Könnte also schwierig werden mit dem Essen! ;-) Obwohl ich mit Thunfisch Sashimi absolut auch leben kann!

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