Ultimate Comics: Spider-Man #1

Eins vorneweg: Peter Parker ist mein Held. Keinen anderen Superhelden finde ich authentischer, cooler und von allen Superhelden ist er einfach am liebenswertesten. Kein Wunder, wöchentlich haben Hellokittie und ich uns die Zeichentrickserie angeschaut und Spider-Mans Heldentaten entgegengefiebert. Als die Verfilmungen mit Tobey Maguire die Kinos stürmten, waren wir ganz aus dem Häuschen. Andrew Garfield hatte es mit dem Reboot schwer, aber auch dem neuen Comic Spider-Man trete ich argwöhnisch gegenüber. Doch es passieren oft ungeplante Dinge, die keiner steuern kann und für Überraschung sorgen. Auch im Marvel’schen Ultimate Universum ist es nicht anders. Nichtsdestotrotz habe ich beiden neuen Spideys eine Chance gegeben.

Doch wie kommt es überhaupt, dass ein neuer Spider-Man seine Fäden spinnen muss? Peter Parker stirbt den Heldentod und wird im Ultimate Universum einfach durch einen anderen Jungen ausgetauscht. Wie es dazu kommt und wer der Kleine ist, erfährt man im ersten Band des Ultimate Spider-Mans.

Hier hält man sich an die klassische Geschichte: Ein kleiner Junge wird von einer Spinne gebissen und wird fortan mit außergewöhnlichen Kräften ausgestattet. Doch gegen diese wehrt er sich vehement und möchte alles andere als ein Held sein. Doch die gegebenen Umstände erfordern Mut, die Miles Morales dann doch aufbringen kann. Mit Selbstzweifeln rettet er ein kleines Mädchen und einen kleinen Hund aus einem brennenden Gebäude. Miles schwingt im Spider-Man Kostüm durch die Stadt, doch nach dem Tod Peter Parkers fällt diese Kostümierung selbstredend auf.

Trotz meiner Vorliebe zu Peter Parker, muss ich ehrlich zugeben, dass Miles Morales einen guten Start hingelegt hat. Die Geschichte zeigt einen Jungen ohne Selbstvertrauen, der für die Aufgabe überfordert scheint, was absolut legitim ist. Der Protagonist erkennt auf Anhieb, dass ihm große Verantwortung zuteilwurde. Seine Zerrissenheit, aber auch Zweifel wurden gut dargestellt und es wird spannend zuzusehen, wie er als neuer Spider-Man in Peter Parkers große Fußstapfen tritt.
Die Zeichnungen sind sauber und können nicht beanstandet werden. Über die Kolorierung kann ich nur dasselbe behaupten. Grafisch habe ich nichts auszusetzen, sondern möchte den Leser darauf aufmerksam machen, die zahlreichen Details zu beachten, die es in Hülle und Fülle gibt. Wer genau hinschaut, kann nerdiges Merchandising auf T-Shirts, als Spielzeug, aber auch in Form von Zahlen entdecken.

Fazit: Dass Peter Parker im Ultimate Universum keinen Stellenwert hat, ist einerseits sehr traurig, schafft jedoch Platz für Frisches und Neues. Die Bewährungsprobe des neuen Spider-Man steht noch aus, sodass die weiteren Bände auf jeden Fall beobachtet werden. Als Trost muss ich ja noch hinzufügen, dass Peter Parker weiterhin in anderen Universen besteht und in euren Herzen. Etwas Kitsch musste jetzt sein.
ULTIMATE COMICS: SPIDER-MAN 1, Brian Michael Bendis, Sarah Pichelli
Weitere Informationen gibt es beim Panini – Verlag
Eine Leseprobe gibt es bei mycomics

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13 thoughts on “Ultimate Comics: Spider-Man #1

  1. Mir wird das langsam etwas viel, mit den unterschiedlichen Universen, Dimensionen, Reboots und Realitäten. Ich mag Abstecher in andere Welten und Gedankenspielereien, wie sich unsere Helden unter anderen Bedingungen verhielten (Ganz groß: „Gotham by Gaslight“ – ein Steampunk-Batman!), aber dann den Menschen hinter der Maske gleich sterben lassen? Hm.

    • Das ist wahrlich ein sehr drastischer Schritt, da ich Peter Parker als Spider-Man liebe, aber vielleicht tröstet es dich, wenn ich sage, dass er nur in einem Paralleluniversum stirbt!?
      Klar ist dies leider sehr viel, die zahlreichen Universen und Dimensionen mögen verwirren, aber bei einem einzigen Handlungsstrang wäre es vermutlich sehr schwer gewagtere Stories zu schreiben.

  2. Ich mag Spider-Man und mal sehen wie mir der neue gefällt … ?!

    Du hast mir soeben das Herz gebrochen … Peter Parker stirbt ?! OMG dann muss ich jetzt in andere Welten umherziehen um ihn zu sehen … na ja man gut das ich das Zeit Ding gut in der Hand habe , ich heiße ja nicht umsonst TimeBandits ^^

    Ich hol mir den auf DVD … auf jeden Fall !

    • Du weißt nicht wie sehr es mir ebenfalls das Herz bricht! :(
      Ist aber ein Comic. Vorerst bleibt Peter Parker der Filmheld *phew*
      Gut, dass du die Zeit unter Kontrolle hast, denn so bleibt in deiner Zeitwelt Peter Parker der einzige Spidey 😀

  3. Bitte nicht schlagen…aber Spiderman ist cool ohne Frage…sogar vielleicht der coolste Superheld ever…aber Peter naja er kann manchmal schon ein ziemliche Nervensäge sein, sieh die nur mal die 90er Jahre serie oder One More Day an…aber ja Ultimate Spiderman gefällt mir (vor allem das Kostüm) auch wenn ich sonst überhaupt kein Fan des Ultimate Universums bin

    • Du verlangst von mir unmögliches 😉
      New Spider-Man fand ich toll. Der Zeichentrick war superb, „One more Day“ hingegen kenne ich aber nicht.
      Wieso bist du nicht vom UU angetan? :/

  4. Wolverine war früher immer mein Liebling, er war einfach der coolste! 😉 Aber das mit den verschiedenen Universen wurde mir ehrlich gesagt auch zuviel. Alle paar Jahre sterben Helden und dann wird einfach in einer anderen Welt weitererzählt 😛

    • Jein. Peter Parker lebt zum einen immer in unserem Herzen und zum anderen nur in diesem einen Ultimate Universe! :)
      Hoffe, dass ich dich beruhigen konnte :)

  5. sunny am anfang war ich doch echt enttäuscht,andere schauspieler,keine neue story sondern quasi die geschichte noch mal von vorne. der trailer allerdings sieht echt vielversprechend aus. ich lass mich überaschen.

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