Daredevil – Season One

Mit Daredevil habe ich eigentlich absolut nichts am Hut. Den Film habe ich nicht gesehen, weil ich mich geweigert habe, mir diesen anzuschauen. Ganz ehrlich? Ben Affleck als Superheld? No way, nicht in meinen Augen! Er ist und wird niemals mein Lieblingsschauspieler werden und als Marvel-Figur geht er in meinen Augen gar nicht. Die meisten haben sich dies wohl ebenfalls gedacht, denn sonst wäre eine Fortsetzung nur die logische Konsequenz.
Nichtsdestotrotz wollte ich wissen, wie Daredevil zum Helden wurde. Da ich den Film nicht gesehen habe, wusste ich ja absolut gar nichts über diesen.

In jungen Jahren rettet Matt Murdock einem Pensionisten das Leben. Dabei kommen seine Augen mit radioaktivem Müll in Berührung und nehmen ihm gleichzeitig das Augenlicht. Er ist jedoch ein Kämpfer und lässt sich durch diesen Unfall nicht beirren: Als blinder Anwalt führt er gemeinsam mit seinem besten Freund eine eigene Kanzlei. Als Daredevil vertritt er das Gute, wenn seine rhetorischen Fähigkeiten vor Gericht nicht mehr helfen. Von seinen Gegnern wird er stets unterschätzt und nicht ernst genommen.

Enttäuscht bin ich schon ein wenig über die Entstehungsgeschichte. Wie Matt Murdock sein Augenlicht verlor, wird schlicht und einfach viel zu kurz erläutert. Auf einer Seite in vier Panels wird dies abgehakt, was ich sehr schade finde. Hier hätte man viel mehr machen können, wenigstens eine kurze Geschichte erzählen müssen. Doch wie sich Daredevils Kräfte im Laufe seiner Jugend entwickeln, werden nicht einmal in einem kurzen Beisatz erwähnt. Auch wenn es sich nur um eine belanglose Erzählung gehandelt hätte, hätte man seine Entstehung und seine Entwicklung mit großer Sicherheißt so besser nachvollziehen können.

Die Zeichnungen sind an vielen Stellen schön tuschiert, viele Panels hingegen sind nicht besonders detailliert. Die Zeichnungen passen allerdings zu Daredevil, da der Held selbst seine Umgebung nicht scharf, sondern nur vage durch seine geschärften Sinne wahrnehmen kann.

Fazit: Matts Kräfte finden keine ausführliche Einführung, diese werden nur kurz abgehakt, was ich sehr schade finde. Ich finde Daredevil Season One zwar interessant, aber die markanten Ecken und Kanten fehlen dem Held in der Season One.
Daredevil – Season One, Antony Johnston, Wellinton Alves, ISBN-13: 978-3862015344
Weitere Informationen gibt es beim Panini Verlag
Eine Leseprobe gibt es auf mycomics

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7 thoughts on “Daredevil – Season One

  1. Oooh, Daredevil ist einer meiner Lieblingscharaktere von Marvel 😀
    Der Film war nicht so prall, muss man nicht gesehen haben. Aber die Comics und Crossover fand ich immer super! Muss ich direkt mal wieder vorzaubern.

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