Spider-Man: Das Ende der Welt

Wie stellt ihr euch das Ende der Welt vor? Da der Weltuntergang ja letztes Jahr nicht eingetroffen ist, behandelt der letzte Spider-Man Comic, den ich gelesen habe, dieses Thema dafür stellvertretend. Das Ende der Welt kann doch nicht eintreffen, solange Peter Parker für die Menschen kämpft. Oder etwa doch?


Peter Parker ist längst kein Student mehr, der notorisch pleite ist. Längst hat er sich als genialer Erfinder beim Konzern „Horizon“ etabliert. Und mit seinen Erfindungen rettet er mehr Menschen das Leben und erleichtert es auch ihm selbst in seiner Maskierung gegen das Böse anzutreten. Nachts ein Superheld, tagsüber ein genialer Erfinder – besser könnte es für Peter fast nicht laufen.
Doch abermals bedroht Doctor Octopus die Menschheit. Er sammelt die Sinistren Sechs um sich, der nun gegen Spider-Man und die Rächer antritt. Die Avengers scheitern kläglich und werden in Gewahrsam des Bösewichts genommen. Um dem eins draufzusetzen bietet er der Regierung einen Deal an: Doc Ock rettet die Welt und möchte für seine Truppe Amnestie und eine gehörige Stange Geld. Spider-Man wird selbst von S.H.I.E.L.D. zum Staatsfeind erklärt und befindet sich fortan auf der Flucht.

Eine Sache am Comic ist ziemlich ungewohnt. Spider-Man sieht man zur Abwechslung in einem komplett anderen Kostüm. Der Charme seines rot-blauen Superheldenoutfits fehlt mir ein wenig. Man soll mit der Zeit gehen, aber sein aufgemotztes Kostüm erinnert mich mehr an andere Helden als an Spidey höchstpersönlich. Der Grund wieso Spider-Man mein Favourite Hero ist, ist der einfache Grund, dass er der nette Junge ist, der zugleich bescheiden ist. Für die technischen Gadgets ist meiner Meinung nach Iron Man zuständig. Vielleicht muss ich einfach mit der Zeit gehen und entschuldige mich für diesen kurzen Exkurs.

Für mich ist nur ein Punkt nicht plausibel: Der Punkt, dass die Avengers bis auf Spider-Man komplett ausgeschalten wurden. Wie können alle Helden ein K.O. erleiden während die Sinistren Sechs langsam die Überhand gewinnt?
Die Story hat die nötige Zeit, um sich zu entwickeln und es wird nichts überstürzt. Die vielen Gastauftritte anderer Charaktere finde ich auch sehr zur Story passend, was auch sehr realistisch rüberkommt. Denn zugegeben, Spider-Man ist zwar ein Superheld, aber kein Tausendsassa, der sieben Gegnern gewachsen wäre. So macht es Spidey nur sympathisch, dass dieser die Initiative ergreift und andere um Hilfe bittet. Eine Premiere für mich feiern die „Big Hero 6“ von denen ich zuvor noch nie gehört habe. Das Marvel Universum ist noch lange nicht ausgereizt und wohl größer als ich erahnen könnte.

Fazit: Wie Peter Parker sich gegen das Ende der Welt sträubt, ist wieder spannend zu beobachten. Die Zeichnungen sind hochwertig und die solide Geschichte kann bei Spider-Man Fans mit großer Wahrscheinlichkeit punkten.
Spider-Man: Das Ende der Welt, Humberto Ramos, Stefano Caselli, Dan Slott, Ty Templeton, Rob Williams
Weitere Informationen gibt es beim Panini Verlag

Eine Leseprobe gibt es hier

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9 thoughts on “Spider-Man: Das Ende der Welt

  1. hm…klingt ja gar nicht mal so schlecht. Schau ich mir vielleicht an.
    Allerdings muss ich leider deinen Blog missbrauchen um hier etwas zu posten. Nimm es mir bitte nicht zu übel werte Kim.
    Aber vielleicht interessiert es dich ja auch:

    FILM DES JAHRES!

    • Hey, kein Problem! Ich mag es wenn man shared! Bin sehr gespannt – in den kommenden Monaten sind nebenbei auch viele SUperman Comics angekündigt! :)

      • Es ist einfach Zeit für eine zeitgemäße Superman Interpretation. Er ist der ikonischste Superheld von allen. Er steht quasi Pate für das ganze Genre. Er ist ein Stück westlicher (soll heißen: amerikanischer) Popkultur. Micky Maus, Superman und Coca Cola sind halt DIE exportschlager und beschreiben einfach den amerikanischen way of life.
        Zu lange galt Superman als zu gut, zu stark, zu glatt, zu langweilig, zu altmodisch. Er zerreißt seine Gegner nicht, drückt keine Sprüche rein, besäuft sich nicht, steht nicht Emo auf ‚nem Dach und blickt mit Borderline-Blick auf ein verregnetes Metropolis, hat nicht ständig promiskuitiven Geschlechtsverkehr mit allen möglichen Frauen. Das galt einfach nicht als cool. Auch seine Comicabenteuer waren in den letzten Jahrzehnten eher lame.
        Doch nun ist die Zeit reif, für den größten aller Superhelden.
        Und im wesentlichen scheint die Figur im Kern erhalten geblieben zu sein. Er steht für Hoffnung und das Gute in jedem Menschen. Er ist ein „Übermensch“. Nicht nur wegen seiner Kräfte, sondern, als leuchtendes Vorbild zu dem die Menschen hinauf sehen können.
        Ein Symbol. Wie Lois in dem Trailer sagt: Ein „Guardian Angel“.

        Dieses Jahr ist das 75jährige Jubiläum von Superman. Scott Snyder und Jim Lee bringen sogar eine ganz neue Supermanreihe heraus.

        Kim, du ahnst gar nicht, wie ich mich freue. Ich bin wieder 15 Jahre in die Vergangenheit versetzt… und ein kleiner Junge. Der einfach die Tage nicht mehr zählen kann.

        • So schlimm? Das erklärt auch wieso soviele Superman Comics jetzt bald erscheinen werden! Danke für den Hinweis!

          Ich merke schon, wie sehr du dich freust! Freut mich, dass du bald neuen „Stoff“ kriegst!
          Ich war ein sehr großer Fan von Superman. Vor allem von der trashigen Serie. Allerdings hat mir der letzte Film gar nicht gefallen!

  2. ja der letzte film war halt super lame.
    es wird halt zeit, dass man die figur wirklich ins 21. jahrhundert holt und sein potential einer breiten masse vor augen führt.
    action epicness. der trailer sieht jedenfalls ultra aus.

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