Scarlet Spider 1

Die berühmte und beliebte Spinne von nebenan hat viele Auftritte. Tradepaperbacks, Hardcover, Sammelbände, Hefte, Animationsserien und Filme pflastern ihren Weg. Die Popularität ist unbestritten. Viele Gegner wollen Spideys Tod oder sind von der Idee besessen ein Ebenbild der freundlichen Spinne zu kreieren. Und ein Experiment zeigt sogar Erfolg. Rausgekommen ist Scarlet Spider.

Als anfängliches Experiment, das ursprünglich als Misserfolg abgestempelt wurde, erwies sich das Ergebnis Spider-Man klonen zu wollen. Viele Prototypen misslangen, doch Ben Reilly überlebt unerwartet und fristet sein trostloses Dasein als Klonexperiment ohne genau zu wissen, wofür er da ist und wie er sein Leben starten möchte.
New York City hat bereits Spider-Man und andere Verbrechensbekämpfer, so sucht er sich seine eigene Stadt und landet in Houston. In Houston sind gar keine Superhelden ansässig, so wird er von einigen willkommen geheißen. Allerdings ist Ben nicht der geschickteste und muss sich erst profilieren.

Scarlet Spider wird auf dieselbe Art und Weise wie die Spider-Man Comics erzählt: in einem schnellen Tempo und häufig aus der Ego Perspektive. Sowohl erzählerisch, als auch grafisch ähneln sich Scarlet Spider und Spider-Man also sehr. Schließlich haben beide die gleichen Kräfte. Um jedoch einen Unterschied zwischen beiden festzumachen, trägt Scarlet Spider ein anderes Kostüm, das zwar ebenfalls in rot gehüllt ist und von einer Spinne verziert wird, hebt sich aber mit den schwarzen Stellen deutlich von Spidey ab. Dies sollte wohl die kleine Schwachstelle Bens betonen.

Ein Held mit Spinnenkräften in einer anderen Stadt als New York. So oder zumindest so ähnlich hätte ich Scarlet Spider umschrieben. Nach 132 Seiten ist es schwierig ein eindeutiges Fazit zu ziehen. Die Motive und die Motivation beider sind zu ähnlich, die Kräfte ähneln sich ohne Einschränkungen. Noch hat Ben Reilly für meinen Geschmack zu wenige Ecken und Kanten. Andererseits ist Spider-Man mein Lieblingsheld of all Times. Da kann es nur für jeden Spinnen-Nachfolger nur ein extrem schwieriges Unterfangen sein, Peter Parker den Rang abzulaufen. Einen Alternativ-Spider-Man gibt es bereits mit Miles Morales, den ich zugegeben auch nur zähneknirschend akzeptiere.

Fazit: Ben Reilly ist mir eine Spur als Held noch zu unsicher. Sein Auftreten und seine Motive sind noch zu fragwürdig, doch als Klon hat er wohl berechtigte Gründe, um nicht zur Gänze glänzen zu müssen. Ich bevorzuge zwar weiterhin Spider-Man als Nachbarsspinne, aber das heißt nicht, dass Ben Reilly eine durch und durch schlechte Figur abgibt. Es ist nur schwer sich gegen Super-Sympatico Peter Parker durchzusetzen. Wer einen Alternativ-Spidey sucht, könnte hiermit fündig werden!
Scarlet Spider 1, Christopher Yost, Ryan Stegman, Neil Edwards
Weitere Informationen gibt es beim Panini Verlag
Eine Leseprobe gibt es bei mycomics

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