Injustice – Götter unter uns – Das zweite Jahr 2

In einer perfekten Welt für den Leser sind Superhelden vielleicht nicht immer perfekt. Bisher kennt man die Helden mit einer blütenreinen Weste. Egal wie böse ein Gegner auch sein mag: Ein Tabu darf und wurde bisher auch nie gebrochen! Das Töten der Gegner galt als unantastbar und kam bei echten Helden nie vor.
Nun haben wir es in „Injustice Götter unter uns – Das zweite Jahr 2″ mit einer anderen Welt zu tun. In Injustice bricht Superman das größte Tabu aller Zeiten. Er tötet den Joker und herrscht seitdem ohne Gnade über die Erde. Einige leisten Widerstand, andere wiederum schließen sich dem Mann aus Stahl an….

Clark Kent gibt es nicht mehr. Denn sein Alter Ego braucht er nicht, wenn nun sein einziges Ziel es ist, die Erde mit einer Null Toleranz Politik zu regieren. Um seine Interessen durchzusetzen geht er dieses Mal sogar tatsächlich über Leichen. Nicht nur, dass der Joker getötet wurde – sogar Green Arrow, der Widerstand leistete, ist zum Opfer gefallen. Aber selbst Batman, der ebenso sein Kumpane war, musste seine Gegenwehr teuer bezahlen.

Dinah Lance, die Geliebte von Oliver Queen, die im zweiten Jahr nun sogar Mutter seines Kindes ist, möchte der Tyrannei ein für alle Male ein Ende setzen. Währenddessen herrscht Krieg zwischen den Green Lanterns und dem Sinestro Corps.
Die gute Seite scheint zu gewinnen, da die Lanterns nicht nur eine sehr mächtige Waffe mitgebracht haben, sondern auch ein Wächter nicht mehr nur tatenlos zuschauen kann, sondern sogar aktiv ins Geschehen eingreift. Hat alles nun ein Ende? Ist die Schreckensherrschaft von Superman vorbei?

Ich mag die Entwicklung in diesem Band. Es war spannend zu sehen, dass selbst der mächtigste Mann auf Erden bezwungen werden kann bzw. dass man mit einem guten Plan zumindest eine reelle Chance hat.
Dass allerdings genau die gewöhnlichsten Superhelden ohne jegliche Kräfte sich dem stellen und Superman ernsthaft schaden, macht es ein wenig unglaubwürdig, zeigt aber andererseits, dass jeder Superman zu Fall bringen kann.

Die Geschehnisse mit dem Sinestro Corps und dem Wächter waren genauso unvorhersehbar und spielt die Stärken von Injustice komplett aus: Alles kann passieren und wird auch passieren!

Fazit: Injustice ist und bleibt eine tolle Reihe, die keine Angst vor Verlusten hat. Dementsprechend überraschend und voller Wendungen bleibt der Comic auch. Nun habe ich sogar richtig Lust das Spiel zu zocken!
Injustice – Götter unter uns – Das zweite Jahr 2, Tom Taylor, Marguerite Bennett, Bruno Redondo, Mike S. Miller, Tom Derenick

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