Extinction Parade


Max Brooks gehört mit Sicherheit zu den aktuellen Zombie-Gurus der Gegenwart. Mit „Extinction Parade“ versucht er die Geschichten rund um die Zombies auf ein neues Level zu heben. In dieser Welt leben nämlich Zombies, Vampire und Menschen im Einklang miteinander.
Moment mal – im Einklang?
Einträchtig natürlich nicht, sonst hätte man in einem Comic vermutlich nur wenig zu erzählen!

Es gibt eine Welt, in der Zombies und Vampire miteinander koexistieren. Einstweilen. Während Vampire sehr bedacht handeln und nur Randgruppen, Obdachlosen und potenziellen Selbstmördern das Blut aussaugen, um möglichst wenige Spuren zu hinterlassen, breiten sich langsam, aber sicher, die Untoten aus. Wie es für einen Zombie typisch ist, handeln diese ohne zu überlegen und stürzen sich willkürlich auf ihre Beute. Denn nachdenken ist nicht deren Stärke und sie sind auch nicht in der Lage ihren Denkapparat einzusetzen.
Tatenlos und belustigt sehen die Vampire nur zu, wie immer mehr und mehr Zombies sich breit machen. Doch eines Tages müssen sie sich eingestehen, dass die Zahl der Zombies mehr werden, die Population der Menschen dafür schneller schrumpft als jedem lieb ist.
Eisern halten sie daran fest, dass stets Menschen und somit ihre Nahrungsquelle nachkommen würden, bis sie sich selbst eingestehen müssen, dass das Ende der Menschheit kommen wird….

Der gesamte Comic wird aus der Perspektive der Vampire erzählt. Sie erzählen viel aus der Ego Perspektive und meist sind sie am Feiern/Speisen. Der rücksichtslose Charakter eines Vampirs wird lang erklärt und man versteht gut, dass sie sich kaum für die Ausrottung der Menschen interessieren, da sie diesen Akt selbst nicht als Ende der Menschheit verstehen. Das gesamte Leben ist für sie nur ein Witz und die Arroganz und Einstellung ändert sich erst im letzten Moment.
Nachvollziehbar ist für mich die Tatsache, dass der Autor sich sehr viel Zeit gelassen hat, um die Sicht der Vampire zu erklären. Doch es wäre nicht ganz verkehrt gewesen vielleicht mehr Zombies oder gar Menschen zu zeigen, um die es sich ja doch zumindest ein bisschen dreht. Zombies wirken wie Statisten in diesem Band und Menschen sind lediglich wie Tiere Nahrungsquellen, die sonst keinerlei Aufgaben haben. Zwar versuchen sich die Menschen sich gegen den Untergang, doch tatsächlich sieht man diese nur in einer schwachen Rolle, die dem Kampf nicht standhalten.

Fazit: Ein bisschen mehr Menschen oder Zombies hätten dem Band nicht geschadet. Die Erlebnisse werden aus der Geschichte der Vampire erzählt, was vom Autor sehr mutig ist, wenn man die Unpopularität der Vampire seit Twilight beachtet.
Extinction Parade: Zombieparade, Max Brooks, Raúlo Cáceres

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