Crossed 11


Crossed geht in eine neue Runde! Die Geschichte rund um die Gefirmten geht weiter und die Geschichte um Protagonist „Shaky“ Shakespeare, der eisern Tagebuch hält, wird weitergesponnen.
Wie geht es weiter? Wird die Gruppe weiterhin stark dezimiert werden? Wie lange kann die Gruppe rund um den Feigling Shaky denn überleben? Denn eins ist gewiss: In Shakys Nähe ist man dem Tod etwas schneller ausgeliefert als sonst – auch in Crossed 11!

Einmal mehr geht es ums Überleben der Truppe. Allerdings steht diese nicht im Fokus, sondern Shaky, der die Aufmerksamkeit einer Person geweckt hat. Nach und nach wird auch erzählt wieso und wie er die Aufmerksamkeit einer Gefirmten überhaupt wecken konnte.
Nebenbei macht sich die restliche Gruppe bereit die Insel zu verlassen….

Im elften Band geht es nicht wie gewohnt zu. Die Gewalt rudert weiterhin zurück und so nimmt man die gewaltvollen Darstellungen aus dem Band. Diese expliziten Darstellungen haben irgendwann auch nicht mehr gewirkt. So schrecklich sie auch sein mögen, in Crossed hat man sich irgendwann daran gewöhnt – so widerlich und schrecklich sie auch sind. Aber ewig lang kann man den Splatter, den Gore nun einmal nicht ausreizen. Irgendwann ist dieser Effekt einfach ausgeschöpft. Die Autoren haben dies verstanden und das Tempo etwas gezügelt, was der Reihe sehr gut tut.
Es wird nun eine Geschichte erzählt, die sich vollkommen und ganz auf Shaky konzentriert. Dabei wird niemals der Fokus verloren, da wirklich die Erzählung im Vordergrund steht.
Die Hauptfigur bleibt gleich. Man mag ihn immer noch nicht lieber, aber das tut absolut nichts zur Sache. Denn mittlerweile ist es interessant geworden, wie er überhaupt zum Fokus einer anderen Person geworden sein konnte. Wie gesagt, ist er weder ein Held, noch auf irgendeine Art und Weise anderen Charakteren gegenüber aufopfernd. Ein echter Feigling eben, der dem Tod nie ins Auge schauen musste, aber andere dafür immer ihren Kopf hinhalten mussten. Schafft er es ein weiteres Mal dem Tode zu entrinnen?

Fazit: Zwar wird das Versprechen von 156 Seiten Nervenkitzel nicht eingehalten, dafür werden andere Seiten eingeschlagen, die der Reihe sehr gut tun und für Abwechslung sorgen. Obwohl es sich um einen ruhigen Band handelt, finde ich den Ton, der eingeschlagen wird, hervorragend!
Crossed 11, Simon Spurrier, Fernando Melek

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