Sentosa

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Wer noch genügend Zeit in Singapur hat, kann auf der Freizeitinsel Sentosa viel Zeit totschlagen. Hier befinden sich viele Attraktionen wie ein Wasserpark, die Universal Studios, das S.E.A. Aquarium und vieles mehr. Einzelne Attraktionen sind recht teuer, daher wird ein Funpass empfohlen mit dem ihr mehrere Fahrgeschäfte benutzen könnt.

Sentosa ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Steigt bei Harbourfront aus und von dort könnt ihr etwa den Sentosa Express für 4S$ nehmen oder zu Fuß gehen. Vorher könnt ihr noch einen Abstecher in der Mall machen oder im oberen Stockwerk bei Food Republic speisen. Dort gibt es verschiedene, asiatische Food Courts, die für Singapur-Verhältnisse gut und günstig sind – zumindest wenn man bedenkt, dass das Essen in Singapur recht teuer ist und geschmacklich die Knospen nicht erheitern kann. Dick wird man in Singapur definitiv nicht. Leider.


Da ich auf Urlaub kein Zeitgefühl habe, verschlug es mich blöderweise an einem Sonntag nach Sentosa, was absolut unglücklich gewählt wurde. Es war überall voll und ich hatte mit langen Wartezeiten zu kämpfen.
Ich habe nicht allzu viel in Sentosa unternehmen können, da ich erst am Nachmittag losgefahren bin und ich an einem Sonntag dort war.

Den Skyride fand ich ganz gut und deutlich günstiger als die Fahrt mit dem Cable Car. Fährt man mit der Skyride rauf, darf man mit dem Luge auch wieder runter. Für die Lugefahrt setzt man sich in einen Wagen, der sich sehr simpel und leicht steuern lässt. Man muss lediglich die Steuergabel nach hinten ziehen, wenn man bremsen möchte. Aber keine Sorge, bevor es losgeht, müsst ihr ein kleines Tutorial absolvieren.
Die Strecke geht bergab und ihr könnt das Tempo selbst bestimmen. Der Andrang beim Luge kann groß ausfallen, vor allem weil Luge Fahrer zuvor noch eine kurze Anleitung bekommen und nur eine Handvoll abgefertigt werden können. Zudem dürfen nicht zu viele die Strecke gleichzeitig abfahren. Dies würde sonst zu einem Stau führen und das Fahrvergnügen deutlich trüben. An einigen Teilen der Strecke musste ich die Geschwindigkeit deutlich drosseln, da zu viele auf der Bahn unterwegs waren. Spaß macht eine Lugefahrt aber erst, wenn man mit Highspeed die Bahn runterbrettern darf.

Ich war im S.E.A. Aquarium und am Wochenende ist das ein fataler Fehler. Es ist viel zu viel los und Familien machen sich vor den Aquarien breit, sodass man selten einen guten Blick auf die Meeresbewohner erhaschen konnte. Hier gibt es einen Touch Pool bei dem Seesterne und Seegurken angefasst werden dürfen. Es kann etwas dauern bis man drankommt, da jeder die Tiere anfassen möchte. Während es relativ unspektakulär ist, Seesterne anzufassen, ist es deutlich ulkiger eine Seegurke zu halten. Diese sind sehr weich und schauen irgendwie witzig aus.
S.E.A. Aquarium

Eine weitere Attraktion, die ich besucht habe, ist der „Butterfly Park & Insect Kingdom“. Der Eintritt schlägt mit 16S$ zu Buche und ist keine 5S$ wert. Leider sieht man nur wenige Schmetterlinge und eine Handvoll Insekten. Wollt ihr Kakerlaken sehen, könnt ihr euch auch ruhig auf den Straßen in Asien umschauen; allzu fern sind diese meist nicht!
Das Schmetterlingshaus ist die reinste Enttäuschung, sehr heruntergekommen und der Eintrittspreis ist alles andere als gerechtfertigt. Als ich keine Schlange vor der Attraktion fand, dachte ich eher, dass sich keiner für die Tierwelt interessieren würde. Doch ein Blick ins Innere verriet, dass sich andere Menschen bloß einen sehr traurigen und erbärmlichen Anblick ersparen wollten.

Der Flughafen Singapurs hat selbst einen Butterfly Park, der besser in Schuss ist. Der Eintritt ist kostenlos; solltet ihr also in Terminal 3 einchecken, empfehle ich euch einen Besuch, da Sentosa es leider verpasst hat „Butterfly Park & Insect Kingdom“ zu sanieren, neu zu renovieren oder komplett abzureißen!

In Sentosa befinden sich auch zwei Strände: Palawan und Siloso Beach. Beide sind mit dem Sentosa Express innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Ich habe zwar einen kleinen Abstecher zu den Stränden gemacht, aber ins Meer hat es mich nicht verschlagen. Es waren einfach zu viele Menschen dort, mitunter Menschen, die nur zum Glotzen dort waren. Außerdem ist der Strand auch nicht gerade schön.

Wer Delphine liebt, hat in Sentosa die Möglichkeit mit Delphinen zu interagieren. Ich liebe Delphine und finde sie toll! Ich hätte sehr gerne einen gesehen und wäre gerne mit einem geschwommen, allerdings wäre das nicht so ganz günstig gewesen.
Wer das Aquarium besucht, kann auch einen Blick in den Pool der Delfine erhaschen und dort einen traurigen Anblick erkennen. Zwar mag der Pool groß wirken, aber ist bei weitem nicht groß genug für die Delfine, die dort eingesperrt werden. So war ich letzten Endes doch froh, dass ich mich gegen den Besuch der Dolphin Islands entschied.

Den Adventure Cove Waterpark hätte ich gerne besucht, fände ich aber alleine dann doch etwas zu traurig und armselig. Außerdem würde ich ohne Brille und Kontaktlinsen kaum etwas sehen und würde dann doch jemanden brauchen, der mich bei der Hand nimmt.
Hier wären „Shark Encounters“ und „Shark Dives“ möglich gewesen. Für eines der beiden muss man leider tauchen können (kann ich leider nicht) und so hätte ich mich hier vorab bereits ins Aus geschossen. Dies ist wirklich zu bedauern, da ich Haie supermegatoll finde und schon immer mal mit Haien tauchen wollte. Offenbar muss ich aber einfach darauf warten, bis sich die Gelegenheit ergibt mit Haien im echten Meer zu schwimmen. Denn Haie in ihrer natürlichen Umgebung sind mir natürlich um ein vielfaches lieber!

Im Wasserpark kann man bei Voranmeldung auch Rochen streicheln und füttern. Ich war komplett aus dem Häuschen als ich hörte, dass man Rochen füttern darf! Wie cool ist das denn? Ich finde diese anmutigen Geschöpfe so schön und hätte sie gerne gefüttert und sollte ich jemals wieder nach Singapur würde ich diese Gelegenheit beim nächsten Mal am Schopfe packen!

In Sentosa kann man sehr viel Zeit totschlagen und ich habe gerade mal eine Handvoll Möglichkeiten genannt! Allerdings ist der Spaß recht teuer und so werden sich die meisten nicht allen Attraktionen widmen können, sondern sich vermutlich nur die Top Attraktionen aus der eigenen Liste aussuchen können.

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5 thoughts on “Sentosa

  1. :-) Irgendwie klingt das alles so, als sei das nicht „Dein“ Urlaub gewesen…
    Aber wenn ich mich recht erinnere, dann war er durch eine andere Sache überschattet.
    Das ist natürlich blöd – insbesondere wenn man die „schönsten Wochen des Jahres“ genießen und sich von der Arbeit etc. erholen will.
    Liebe Grüße :-)

    • Hmmmmmmm…. eigenartig…..
      Aber vielleicht habe ich ihn wirklich nicht als „meinen“ Urlaub betrachtet.
      Nüchtern betrachtet war es auch nicht mein Urlaub, weil meine Urlaube immer easy und unbeschwerlich sind.
      Singapur wurde ja doch komplett überschattet; ich hatte einfach nicht die Zeit alles in den Hintergrund rücken zu lassen :(

  2. Liebe Kim, das liest sich nicht wirklich begeistert.
    Überall Einschränkungen.
    Du hast zwar ein wenig geboten bekommen, aber nicht so, wie du es erwartet hattest.
    Liebe Grüße Bärbel

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