Superman/Wonder Woman


Superman und Wonder Woman sind vermutlich das Traumpaar der Comicszene schlechthin. Oh Nein, ich war noch nie eine Verfechterin von Lois & Clark. Weder in den Comics, noch in „Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“. Und erst recht nicht in Smallville!
Eine menschliche Gefährtin könnte Clark erden, aber seien wir doch eine Sekunde ehrlich! Clark ist nicht menschlich! Superman braucht eine Partnerin, die mit ihm mithalten kann und auf sich selbst aufpassen kann. Denn ständig eine Jungfrau in Nöten zu sehen wird als Leser und Zuschauer recht eintönig.
In „Superman/Wonder Woman“ hat man das bereits verstanden!

Obwohl beide Superhelden sind und für das Gute eintreten und stets die Menschen retten, könnten beide nicht unterschiedlicher sein: Wonder Woman ist neuerdings die Göttin des Krieges und sieht ihre Prioritäten im Gesamten, während Superman jeden Menschen mit eisernem Willen beschützt und niemals ein einziges Opfer bringen würde. Ihre Ansichten sind keineswegs gleich, Konflikte sind also unvermeidlich.
Ein neuer strahlender Held Wonderstar taucht auf…. Moment mal! Er strahlt nicht wirklich, sondern versucht zwischen dem Paar ein Keil zu treiben und ruft einen Racheengel auf den Plan. Ein Racheakt gelingt auch, denn Circe möchte sich an etwas rächen, wofür Wonder Woman sich nicht einmal verantwortlich zeichnet. Um ihrem perfiden Plan Nachdruck zu verleihen, bringt sie Superman unter ihre Kontrolle….

Leute mit und ohne irgendwelchen Kräften haben einen Knall. Circe möchte sich an Diana rächen, weil ihre Mutter sich nicht an einen Pakt gehalten hat, während Wonderstar den Tod seiner Mutter nicht überwunden hat – weil die Superhelden es nicht geschafft haben, seine Mutter vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Die Gründe sind absurd – um nicht zu sagen vollkommen lächerlich. Wie schafft man es bloß mit solch absurden Gründen eine ernstzunehmende Geschichte zu schreiben, die glaubwürdig wirkt?
Richtig – nämlich gar nicht! Denn weder Superman, noch Wonder Woman können zur Rechenschaft gezogen werden. Und für den Tod von Wonderstars Mutter kann ja wohl keiner was dafür. Wie sollte man einen Superhelden beschuldigen, wenn diese auch nicht überall an Ort und Stelle sein können?
Ich hätte mir echte Gegner mit richtigen Motiven gewünscht, denn zwei große Superhelden brauchen nun mal ernstzunehmende Gegner!

Dafür zeigt sich, dass beide ein Liebespaar sind, das kaum zu entzweien ist. Wonder Woman macht keine Kompromisse und opfert in einer Szene weder Menschen, noch ihren kryptonischen Freund. Diese Eigenschaft zeigt wie groß der Einfluss von Superman ist.

Fazit: Wonder Woman und Superman sind zwar ein gutes Gespann, aber ich möchte beide mal gegen Gegner sehen, die ernste Motive vorweisen können bzw. möchte ich Gegner sehen, gegen beide alt aussehen. Denn erst dann zeigt sich wie stark dieses Paar wirklich ist.
Dennoch ist der Einblick in den Alltag dieses Paares interessant mit anzusehen, da sie es tagtäglich mit Verrückten zu tun haben müssen.
Superman/Wonder Woman, Peter J. Tomasi, Charles Soule, Doug Mahnke, Ed Benes, Rags Morales, Bart Sears

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