Crossed Einhundert


Auf Crossed warte ich immer und lese die Comic Bücher meist sofort. Auf die apokalyptischen Ereignisse bin ich schon recht gespannt.
Nun hat Alan Moore sich der Reihe von Garth Ennis angenommen. Auch wenn Alan Moore sich als Comic Gott des Präsens einen Namen gemacht hat, war ich mir nicht sicher, was Moore aus der Reihe macht. Aber zugegeben: Ein Blick in die Zukunft kann schon recht clever sein! Hier kommt Crossed Einhundert!

Dabei ist es kein gewöhnlicher Blick in die Zukunft – die Handlung spielt hundert Jahre nach dem verheerenden Ausbruch. Die Gefirmten sind weniger und die Menschheit hat sich zwar nicht komplett erholt, aber dafür sind diese dabei sich wieder regenerieren.
Hin und wieder lassen sich Gefirmte zwar blicken, aber die Menschen behalten weitgehend die Kontrolle über die Situation.

Der Blick in die Zukunft ist höchst spannend geschrieben. Es passieren interessante Dinge und die Entwicklung hätte ich niemals vorausgesehen. Die Gefirmten dezimieren sich fast selbst und die Menschheit erholt sich. Eigentlich ist es auch logisch, dass die Menschen sich erholen müssten. Ansonsten würde ja recht wenig passieren. Was allerdings wirklich während der hundert Jahre passiert, hätte ich nur zu gerne gesehen.

So interessant es auch sein mag: Es gibt eine große, sprachliche Barriere. Die Menschen in der Zukunft sprechen einen Mix zwischen Deutsch und Anglizismen, verwenden aber erfundene Ausdrücke. Dies macht es sehr schwer die Dialoge zu verfolgen und dranzubleiben.
Ich habe es zwar größtenteils versucht, aber nach knapp 1/3 habe ich beschlossen aufzugeben. Die sprachliche Barriere erschien mir zu groß, sodass ich hin und wieder nur die Bilder angesehen habe und auf die Dialoge verzichtete. Dadurch geht 70% der Geschichte verloren, was schade ist. Die meisten Sachen sind verständlich, einiges kann man sich zusammen reimen, andere Sachen allerdings sind komplett unverständlich. Die Sprache ist leider extrem nervig.

Die Geschichte fand aber gegen Ende des Bandes ihr Highlight und wird noch richtig stark und lesenswert.

Fazit: Ich mag die Geschichte, aber empfinde diese erfundene Sprache als äußerst nervig. Dies macht eine gute Story leider an einigen Stellen unbrauchbar, da das Interesse am Lesen flöten geht.
Crossed +Einhundert, Alan Moore, Gabriel Andrade

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