Watching Kids Shows: Glitter Force


Ich bin vor einigen Tagen auf eine glanzvolle Idee gekommen.
Es gibt einige Kinderserien, die sich auch für (junge) Erwachsene eignen. Andere wiederum eignen sich gar nicht für Erwachsene und sind richtige Rohrkrepierer.
Nun habe ich mir eine Herauforderung überlegt! Ich werde mir Kinderserien anschauen und diese anschließend nach 1 – max. 2 Folgen bewerten und mein Urteil fällen.
Den Anfang macht ein Anime mit Glitter Force. Es schaut schrill, bunt und viel zu karieslastig aus. Vorurteile waren vorprogrammiert!

Ich hatte zwar schon echt Bedenken, aber bereits die ersten zehn Sekunden erinnern stark an Sailor Moon. Nur anstatt Planeten werden die Charaktere mit Farben in Verbindung gebracht. Die Formel von Sailor Moon Charakteren war Sailor + Planet. Hier ist es Glitter + Farbe.
Also Glitter Blau, Glitter Pink, Glitter Rotzgelb usw. You get the idea!
Die Protagonistin erinnert stark an Bunny Tsukino; sie ist genauso schusselig und kommt am ersten Tag zu spät. Bunny war jeden Tag zu spät, ein kleiner Pechvogel, eine Tagträumerin und ist die Schusseligkeit in Person. Glitter Pink hat zudem abgewandelte Haarknödel. Na ja, man kann ja nicht jedes einzelne Element 1:1 übernehmen, oder?

Statt der Katze Luna gibt’s ein übertrieben niedliches Feentier, das die ganze Zeit nur nervig piepst. Für meinen Geschmack schaut das Viech aber sehr eigenartig aus.
Die Charaktereigenschaften scheinen komplett kopiert zu sein. So ist Glitter Blau (Merkur) klug, Glitter Grün (Jupiter) ein Tomboy.

Doch einige neue Elemente gibt es doch: Glitter Pink, dessen Normalo-Namen ich mir einfach nicht merken kann, ist komplett abgebrüht. Sie nimmt einfach hin eine Superheldin zu sein und gegen das Böse zu kämpfen. Glitter Pink steht in einer Folge dem Feind gegenüber und führt einfach Selbstgespräche.
Ja, so würde doch jede 11-Jährige reagieren, oder? Nebenbei sind diese Monologe absolut dämlich. Charaktere werden alle auf einmal vorgestellt und nicht nach und nach eingeführt. Das raubt einer Serie doch jegliche Spannung.

Die Haare sind komplett übertrieben. Es ist unwahrscheinlich, dass die Charaktere nach der Verwendung nicht plötzlich alle Extensions tragen.

Die Glitter Force muss das Böse besiegen – und zwar mit Superglitterkräften. Richtig, mit Glitzer. Das ist so dumm wie es sich anhört. Womit sollen Gegner besiegt werden? Mit einem Glittersturm, der Asthma verursacht?
Der erste Gegner ist ein laufendes Haus – aber zugegeben, das ist nicht mal das dümmste an der gesamten Serie!

Fazit: Abgesehen von einigen Punkten ist die Serie fast wie eine schlechte Kopie von Sailor Moon! Wozu also noch so eine Serie – vor allem wenn Sailor Moon ohnehin eine Neuauflage bekommen hat? Die Monologe sind wirklich schrecklich!
Niedersetzen, 5! Komplett ungeeignet – es sei denn ihr seid gerade auf LSD.

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2 thoughts on “Watching Kids Shows: Glitter Force

  1. Hallo Kim,
    meine Tochter hat alle Folgen verschlungen als sie auf Netflix rauskamen. Es ist sehr abgekupfert von Sailor Moon und die Dialoge echt grottenschlecht, für mich. Irgendwie weiß man auch immer was kommen wird und wenig überraschend. Den Kids muss es gefallen, wenn es auch eher auf die jüngere Zielgruppe ausgelegt ist. Irgendwie sind doch alle Serien mit Frauen die als Gruppe und Helden ausgelegt ist so. Wedding Peach und die Ganzen sind auch so. Jede hat eine Farbe und Können das dazu passt. Es gibt Bösewichte und und verkauft sich eben gut *gg*
    LG Tanja

    • Auch wieder wahr! Wedding Peach war auch nicht sonderlich anders.
      Das muss ich schon ehrlich zugeben, dass ich sowohl Wedding Peach, als auch Sailor Moon mir früher angeschaut habe.

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