Reisevorbereitungen für Vietnam, Teil 2

Reisevorbereitungen für Vietnam

Letzte Woche habe ich euch den zweiten Teil meiner Reisevorbereitungen versprochen. Hier ist er nun: Reisevorbereitungen für Vietnam, Teil 2!
Für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel braucht man ein wenig Geld. Dafür solltet ihr zumindest 15€ wechseln. Das restliche Geld könnt ihr in den Banken vor Ort wechseln. Gleich gegenüber meines Hotels war eine kleine Bank, in der ich Geld wechseln konnte. Das Geld wird fast 1:1 angekauft. Erspart euch den Geldwechsel zu Hause, sondern macht es wirklich in Vietnam.
Geld wechseln ist im Gegensatz zu Singapur bitter notwendig. In den Malls werden zwar Kreditkarten akzeptiert, aber in den meisten Restaurants und Straßenständen wird selbstverständlich nur Bargeld akzeptiert.

Das Telefonieren im Ausland mit der heimischen Sim Karte ist teuer. An den Kiosken und am Flughafen gibt es vorregistrierte Simkarten mit etwas Guthaben. Ich habe mir eine für 6€ besorgt, damit ich meine Verwandten anrufen konnte. Solltet ihr mehrere Wochen in Vietnam verbringen, rate ich ebenfalls zum Kauf einer Karte. Mit meinem Netzanbieter hatte ich nämlich gar kein Netz in Vietnam und konnte mit meiner Simkarte in Vietnam nicht einmal zu Horrorpreisen telefonieren.

Es spricht nicht jeder Englisch in Vietnam. Bevor ihr nach Vietnam reist, ist es sehr hilfreich sich einige Brocken Vietnamesisch zu merken. Ich habe oft versucht auf Englisch zu kommunizieren, doch habe schnell gemerkt, dass es einfacher wäre einfach Vietnamesisch zu reden, da die meisten kaum Englisch verstehen. Die höhere Schicht hingegen spricht sehr gutes Englisch und macht auch gerne Urlaub in Saigon. Aber das sind nun eben nicht die Menschen, die dich von A nach B bringen oder dir das Essen servieren. Ich habe oft beobachtet, wie Touristen etwas bestellten, aber aufgrund von Sprachbarrieren oft das falsche bekommen haben oder eine fehlende Milch beim Kaffee für viel Ärger sorgte.
Aber mit Händen und Armen wird man sich schon irgendwie verständigen können.

Ich habe Verwandte in Vietnam. Einerseits wäre da die Familie mütterlicherseits. Diese besteht aus der Tante und ihrer Familie, die etwas abgeschiedener wohnt. Und andererseits ist da noch die Familie väterlicherseits. Meine Tante und meinen Onkel kenne ich besser, da beide in Österreich wohnen. Meine Tante ist seit mehreren Jahren wieder in Vietnam, mein Onkel wieder seit einer Handvoll an Jahren. Die Familie mütterlicherseits habe ich nicht besucht, da ich nur wenig Zeit in Vietnam hatte und diese sich vermutlich kaum an mich erinnern; ich weiß nicht einmal wann ich sie zuletzt gesehen habe! War ich damals 12 oder 16? Ich weiß es einfach nicht mehr.
Meine Tante väterlicherseits habe ich dafür kontaktiert als ich in Vietnam angekommen bin. Ich wollte nicht früher anrufen, da ich nicht wollte, dass sie alles stehen lässt, um mich herumzuführen oder den Babysitter spielen musste, da ich weiß, dass sie eine äußerst vielbeschäftigte Frau ist. Daher entschied ich mich meine Familie eher spontan zu kontaktieren, damit jeder seine Freiheiten hat und nicht das Gefühl bekam, auf mich aufpassen zu müssen. Ich habe mich dann sehr gefreut, dass ich in Vietnam dann doch nicht alleine war und traf ich mich abends entweder mit meiner Tante oder mit meinem Onkel. Meine Tante hat sich Zeit für mich genommen und mein Onkel habe gemeint, er habe ohnehin immer Zeit und wenn nicht müsste er sich diese einfach nehmen – denn wie oft wäre ich schon in Vietnam?

Ich habe von anderen Reisenden Beschwerden gehört, dass ihnen die Stadt zu laut und westlich wäre. Ihr solltet wissen, dass Ho Chi Minh eine Großstadt mit mehr als 6 Mio Einwohnern ist, die nicht nur wächst, sondern sich auch weiterentwickelt. Ihr könnt nicht Reisfelder mitten in der Innenstadt erwarten. Dafür müsst ihr schon etwas weiter raus fahren.
Eine Touristin wollte einen Kaffee mit Milch bestellen, bekam aber einen typisch, vietnamesischen Kaffee, womit sie alles andere als zufrieden war. Sie raunzte herum, dass sie keinen Café Latte haben konnte. Wer nicht bereit ist Neues auszuprobieren und lieber auf altbekannte Geschmäcker setzen möchte, sollte nicht nur, sondern muss wirklich zu Hause bleiben! Andere Länder, andere Sitten!

So, das waren die Reisevorbereitungen für Vietnam, Teil 2!  Nächste Woche geht es mit meinen Reiseerfahrungen weiter!

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