Transport in Vietnam

Nope, ich habe kein passendes Bild parat

Nope, ich habe kein passendes Bild parat

Heute schreibe ich über den Transport in Vietnam.
Ho Chi Minh City hat leider noch keine U-Bahn im Angebot. Diese sind im Entstehen und in einigen Jahren wird es so weit sein! Wenn alles nach Plan verläuft, darf man bereits 2018 mit der ersten Ubahn rechnen!
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Die erste Fahrt, die man tätigt, ist die vom Flughafen zum Hotel. Am Flughafen habe ich ein Ticket für einen Wagen bestellt. Die Fahrt in den ersten Bezirk kostet 220.000 VND, das sind umgerechnet 9,25€ – dafür kriegt man einen sehr komfortablen Wagen mit Ledersitzen. Ein einfacheres Taxi dürfte nicht mehr als 150.000 VND kosten.

Es gibt Busse, die ich oft gesehen habe und eine Busfahrt ist ziemlich günstig. Eine einfache Fahrt fängt bei 3.000 VND an, das sind umgerechnet nicht einmal 13 Cent!!

Aber Taxis sind in Ho Chi Minh ebenfalls extrem günstig. Zwar habe ich mich meist nur im ersten Bezirk bewegt, aber mit den kurzen Staus bleiben die Preise umgerechnet immer noch definitiv leistbar. Für eine einfache Taxifahrt habe ich nie mehr als 2,50€ gezahlt. Trinkgeld ist nicht inkludiert, die Fahrer freuen sich immer, wenn sie mal eins kriegen. Oft scheinen die Taxifahrer sehr überrascht, wenn sie eins kriegen. Dürfte wohl nicht so ganz üblich sein.
Bevor ich nach Vietnam geflogen bin, hatte ich die Befürchtung, dass ich bei Taxifahrten komplett übers Ohr gehauen werde. Zwar verrechnen Mailinh und Vinasun per Taxameter, dennoch habe ich keine Ahnung von den Straßen Saigons. Man könnte den Wagen ein paar Mal um den Block herum kreisen lassen und ich würde es vermutlich nicht einmal merken!
Da ich nicht besonders vietnamesisch ausschaue (zumindest haben bisher alle Vietnamesen gemeint, dass ich auf keinen Fall wie eine Vietnamesin ausschaue) und mein Vietnamesisch zwar passabel ist, aber die Sprachkenntnisse natürlich nicht mit dem eines Ortsansässigen zu vergleichen ist, ordnen mich Vietnamesen zu den Touristen ein.
Aber genau das Gegenteil war der Fall! Ich wurde nie übers Ohr gehauen und die Taxifahrer sind nie Umwege gefahren!
Mittlerweile ist die Sorge bei Taxifahrten betrogen zu werden nur mehr gering. Die Fahrer sind komplett ausgelastet und ich hatte hin und wieder Probleme sofort eins zu kriegen. Ich wollte oft verhandeln, aber die Taxifahrer ließen sich nie darauf ein. Das Taxameter verrichtete seine Arbeit gut und ich musste nie mehr als notwendig zahlen.

Bei einer Fahrt, die durch mehrere Einbahnstraßen führte, musste der Fahrer öfters im Kreis fahren. Er erklärte mir, dass es aufgrund der Einbahnen war, obwohl ich nicht einmal nachgefragt hatte, sondern ohnehin gesehen habe, dass das nicht seine Schuld war. Mit dem Taxifahrer unterhielt ich mich ausführlich; er erzählte mir, dass Vietnam nicht mehr so gefährlich wie früher sei und man unbesorgter sein könne. Bei Überfällen solle man nur laut aufschreien, damit Diebe schnell geschnappt werden können. Im Backpackerviertel gehen die Touristen auch oft nachts aus und fahren sturzbetrunken wieder heim und dabei kommen diese wieder heil im Hotel an.
Sorry für den kurzen Exkurs, was ich eigentlich sagen wollte: Wir fuhren im Kreis und der Fahrer hatte deswegen ein schlechtes Gewissen und wollte sogar weniger Geld verlangen, obwohl ich mich als Ausländerin outete!! Damit hatte ich in Vietnam wirklich nicht gerecht! Denn Ausländer waren mal ein Inbegriff für Reichtum und für Spezialpreise. Dies mag für Singapur und Malaysia gelten, aber nicht für Vietnam!

Auch Uber ist in Saigon eingezogen und ist sogar recht günstig. Aber Taxis sind unkomplizierter und ich hatte nicht permanenten Internetzugang.

Taxis sind zugegeben nicht so flexibel. Die Straßen sind mit Mopeds gepflastert. Mit solch einem kann man sich in Vietnam auch fortbewegen. „Xe Om“ sind Mopedtaxis, die sich schneller fortbewegen können als ein Taxi. Ich bin heuer nie mit einem gefahren, aber als Kind bin ich oft mit dem Mopedtaxi gefahren.
Viele fahren mit einem Helm, als Gast ist man allerdings ungeschützt. Früher waren die Menschen komplett ohne Helme unterwegs. Mittlerweile schützen sich die meisten, nur Kinder sieht man oft ohne Helm.
Zwar bin ich nicht mit dem Mopedtaxi gefahren, dafür hat mein Onkel mich ab und zu herumgefahren. Das Tempo in Vietnam ist milde, man muss sich nicht einmal festhalten. Ich sehe nur wenige Menschen, die sich als Beifahrer irgendwo festkrallen.

Vor 19 Jahren gab es noch etliche Rikschas (Rikschas sind Fahrradtaxis) auf den Straßen und ich bin wirklich gerne mit dem „Cyclo“ gefahren. Es hatte etwas wunderschön altmodisches und man kann so das Leben auf der Straße viel besser beobachten. Aber bereits sieben Jahre später sah ich immer weniger, was mich damals bereits traurig machte. Nun war ich in Vietnam und sah keine einzige Rikscha auf den Straßen! Aber falls ihr die Möglichkeit haben sollt, solltet ihr unbedingt mit einer Rikscha fahren! Zwar können diese noch gebucht werden, allerdings sind diese offenbar nur Teil von Touristentouren. Früher konnte man auf der Straße sehr einfach eine Rikscha rufen.

Um zum Flughafen zu gelangen hat mir das Hotel ein Airport Taxi vorbestellt, das 175.000 VND kostete. Bestellt ihr ein normales Taxi kostet es lediglich 145.000 VND vom ersten Bezirk zum Than Son Nhat Flughafen. Die Differenz beträgt umgerechnet 1,26€ – macht also keinen Unterschied.
Der Verkehr stockt oft in Ho Chi Minh City, sodass man sich auf jeden Fall zeitig auf den Weg machen sollte, wenn man nicht im Stau stecken bleiben möchte. Ich habe vorgesorgt und einen frühen Flug gewählt, sodass ich bereits um 6 Uhr in der Früh aufbrechen musste. Auf den Straßen Saigons war kaum etwas los und man kann Vietnamesen in der Früh noch beim morgendlichen Sport im Park beobachten.

Wenn ich verreise, treffe ich oft erst ziemlich knapp am Flughafen ein. Es kann schon vorkommen, dass ich erst am Airport bin, wenn bereits geboardet wird. Dies hat bisher immer gut geklappt und ich möchte nur wenig bis gar nichts an meinem Reiseverhalten ändern.
Nur bei dieser Reise war ich zeitig am Flughafen, da ich mit einem Stau gerechnet habe. Den gab es nicht auf den Straßen, aber dafür am Flughafen selbst. Die Kontrollen dauerten und es bildeten sich meterlange Schlangen. Da war ich froh, dass ich zum ersten Mal seit Jahren etwas früher am Flughafen war. Ich bin in der Früh geflogen und musste mich in extremen Warteschlangen einreihen. Ich möchte es mir kaum ausmalen, wie der Andrang zu einer anderen Uhrzeit aussehen würde.

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