Essen in Vietnam

Elefantenfisch in Vietnam
Es bestehen die Risiken einer Lebensmittelvergiftung in Vietnam. Meine Familie hat häufig mit Erbrechen und Durchfall zu kämpfen, wenn sie in Vietnam sind. Einige Familienmitglieder mussten ab und zu auch schon mal ins Krankenhaus, da einige sich eine ernsthafte Lebensmittelvergiftung zugezogen haben.
Ich hatte früher allerdings nie Probleme und bin ganz gut klar gekommen mit dem Essen in Vietnam. Mein Magen war robust und ich habe mir damals noch gar keine Gedanken gemacht und einfach alles gegessen was appetitlich aussah.

Da ich ja sehr lange nicht mehr in Vietnam war, wusste ich natürlich nicht wie ich auf das Essen jetzt reagieren würde. Durchfall und Anfälle von Erbrechen wollte ich mir im Urlaub ersparen und auf alle Fälle verhindern. Daher verzichtete ich weitgehend auf Eiswürfeln. Eiswürfeln mögen zwar harmlos erscheinen, ist aber in Wirklichkeit gefrorenes Wasser und in Vietnam ist das Essen aus der Leitung nicht trinkbar! Ich putzte mir sogar die Zähne nur mit Trinkwasser um Risiken zu minimieren. Street Food habe ich ebenfalls gemieden, da ich absolut auf Nummer sicher gehen wollte.

Da ich meine Familie in Vietnam hatte und wir jeden Abend gemeinsam essen gingen, konnte ich mich auf die Empfehlungen meiner Verwandten verlassen. Als die Verwandtschaft mich fragte, was ich essen wollte, antwortete ich nur, dass es mir egal sei – nur lebensmittelvergiftungsfrei sollte das Essen sein!

Auf Salat wollte ich verzichten, da grüne Salate ebenfalls ein Risikofaktor darstellen können. In Malaysia habe ich dies selbst erleben müssen, musste aber zum Glück nicht zu Medikamenten greifen. Doch so stark meine Vorsätze auch waren – ich konnte leider einfach nicht auf Goi Cuon/Sommerrollen oder Bo Bia verzichten. Während ein kleiner Salat in Kuala Lumpur mir ein wenig zusetzte, konnten die grünen Salate in Vietnam mir nichts anhaben!

Vietnam hat mich sehr überrascht. Nach all den Jahren hat es sich sehr verändert. Früher gab es noch keine Fast Food Ketten, mittlerweile haben KFCs, Mc Donald’s und Pizza Huts die inneren Bezirke belegt. Selbst einen Starbucks findet man nun in Saigon, während es früher noch undenkbar gewesen wäre! Ich wollte unbedingt einen Pizza Hut besuchen, da ich eine bestimmte Pizza der Pizza Franchise-Kette liebe. Doch die lokalen Köstlichkeiten in Vietnam waren einfach zu gut, weswegen der Pizza Hut den kürzeren gezogen hat.

Man erzählt mir ab und zu tatsächlich von Menschen, die sich im Ausland nicht trauen, etwas anderes zu essen außer Reis, nur um jegliche Kontaminationen zu vermeiden. Das wäre selbst mir zu extrem und stattdessen könnte man doch zumindest die Fast Food Ketten besuchen, bevor man sich wochenlang nur von Reis mit Soyasauce ernährt.

Unbedingt zu empfehlen sind frische Kokosnüsse. Die Preise hierfür sind nahezu lächerlich. Die günstigsten gibt es am Land für 12 Cent, in der Stadt kosten diese ungefähr 0,50€. Im Restaurant zahlt man knapp 1,30€. Ja, so viel zahlt man für eine frische Frucht, die himmlisch schmeckt!

Okay, zugegeben…. So vorsichtig war ich dann doch nicht. Einmal gab es Eiscreme bei „Kem Bach Dang“ und zwar das Eis in der Kokosnuss. Es war ganz okay, aber nicht wirklich gut. Mein Onkel musste sich eingestehen, dass das Eis in Österreich deutlich besser schmeckt. Aber als Ersatz bleibt es dennoch essbar. Nach dem Eisgelage und einem schlechten Durian Shake (oops, ich hatte doch gefrorenes Leitungswasser) ist es zwar okay mal Eis zu probieren, aber stellt in Vietnam (aber auch nicht in Singapur) keine Notwendigkeit dar. Zum Glück hatte mein Ausflug in den Eissalon keinerlei Konsequenzen für nächtliche Besuche auf der Toilette zur Folge.

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6 thoughts on “Essen in Vietnam

  1. Interessant, ich war nun einen Monat in Vietnam. Unterwegs hab ich sehr oft Streetfood gegessen (z.B. „Banh Mi“ mit viel Chilisauce – lecker). Obwohl ich ein sehr empfindliches Verdauungssystem habe, hatte ich nicht mehr Probleme als in Deutschland. Lediglich die Eiswürfel habe ich auch weg gelassen – was manchmal zur Verwunderung führte, wenn ich bei über 30 Grad Cola oder kein „Bia“ explizit ohne Eiswürfel wollte. Die größten Probleme hatte ich ausgerechnet nach Verzehr eines Hamburgers der aus Japan stammenden Fast-Food-Kette „Lotteria“

  2. Oh – das wäre mir viel zu stressig. Allergien gegen Erdnüsse, Soja, Laktose Unverträglichkeit und dann das Risiko einer Lebensmittelvergiftung… Nee. Für mich gäbs dann nur Reis, aber trocken.
    Fastfood wundert mich; Vietnam ist doch kommunistisch, oder irre ich?

  3. Irgendwie schade, wenn man so aufpassen muss, was und wo man isst. Ich liebe die vietnamesische Küche, zumindest das, was ich hierzulande kennengelernt habe und fände es wirklich ärgerlich, wenn ich im Heimatland dieser Köstlichkeiten so sehr aufpassen müsste…

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