Aerial Hoop (am USI)

Aerial Hoop

Aerial Hoop

Aerial Hoop schaut optisch wirklich schön aus und im Sommer habe ich bereits Aerial Silk ausprobiert. Die Bewegungen schauen anmutig aus, aber ich konnte mich im Sommer noch nicht für einen Kurs einschreiben, da mir noch die Kraft in den Armen gefehlt hat. Und ohne Kraft kann man nicht besonders viele Übungen ausführen.

Ich wollte mich in diesem Semester wieder für einen USI Kurs anmelden, aber zeitlich schaut es im Wintersemester bei mir leider immer traurig aus. Am Liebsten sind mir daher die Blockkurse, von denen es aber leider nur wenige gibt.

Ich habe mich vorab bei der Kursleiterin informiert, ob Vorkenntnisse oder Kraft vonnöten sein würden. Beim Aerial Silk wird auch felsenfest behauptet, dass die Kraft schon von alleine kommt…
Auch beim Aerial Hoop wurde mir mitgeteilt, dass ich einfach vorbeikommen könnte. Gesagt, getan, angemeldet.

Der Kurs fand im Yogafusion statt. Die Reifen hängen nicht allzu hoch, aber ein Fall würde dennoch sehr schmerzhaft enden. Denn gesichert ist man nicht und die dünnen Matten sind in Wirklichkeit ein Witz. Neben den bereits dünnen Matten liegen noch dünnere Yoga Matten. Fallen wird nicht gerade empfohlen. Denn Sicherheit steht nicht an erster Stelle.
Vielleicht bin ich auch der einzige Zwerg im Kurs – aber es ist nicht förderlich immer alle Reifen extrem hoch zu stellen. Nicht wenn der harte Boden dich auffängt… Wenn ein paar Kursteilnehmer bereits mit den Übungen zu kämpfen haben, finde ich es verkehrt, die Reifen noch höher zu stellen.

Die Übungen waren recht schwer und ich scheiterte bereits an der ersten Übung. Sich auf den Reifen zu schwingen, war bereits schwer. Wenn ich nicht grazil auf den Reifen komme – wie weit würde ich denn überhaupt kommen? Die ersten Minuten waren bereits sehr frustrierend. Die Hälfte der Mädls hatte ebenfalls zu kämpfen.

Was mich am meisten neben den laschen Sicherheitsvorkehrungen störte, war dass die Trainerin sich kaum für ihre Schützlinge interessierte bzw. kaum Anweisungen geben konnte. Im Reifen selbst konnte ich mich ab einem gewissen Punkt kaum halten. Ich habe angekündigt, dass ich loslassen würde, da mir die Kraft ausging. Doch anstatt mich zu stützen, meinte sie lediglich panisch, dass ich nicht loslassen sollte.

Leider hat die Kursleiterin offenbar auch nur wenig Erfahrung mit Aerial Hoop. Denn die Figuren konnte sie uns zwar vorzeigen, aber meist waren alle im Kurs dann doch auf sich alleine gestellt. Hing man mal im Reifen und fragte nach wie die Übung gehörte, bekam man nur selten eine Antwort, da sie selbst nicht wusste, wie man die Übung korrekt ausführte. Stets musste sie dann die Übung selbst nochmal ausführen, um eine Erklärung abgeben zu können. Im Schlaf beherrscht sie die Figuren also nicht.

Aerial Hoop

Aerial Hoop


Der Kurs war für 14 Personen gedacht, zum Glück haben sich insgesamt nur acht angemeldet. Die Trainerin hat bereits alle Hände mit einer kleinen Gruppe voll zu tun und wirkte stets überfordert. Daher kann ich ihr nicht raten noch mehr Personen in eine Gruppe zuzulassen. Bevor ich mich angemeldet habe, habe ich täglich geschaut wie viele Anmeldungen bereits eingegangen sind. Bei einer größeren Gruppe wollte ich nämlich nicht dabei sein. Allein schon aus Sicherheitsgründen. Außerdem hat man bei einer großen Gruppe nur wenig Zeit im Reifen.

Und in einer Einheit haben wir später angefangen. Das Equipment wurde noch nicht aufgebaut, die Matten waren noch nicht vorbereitet, obwohl der Kurs schon längst hätte beginnen sollen (ich war zu spät dran). Auch hat sich die Trainerin noch nicht mal umgezogen, hielt ihre Stunde im Hoodie und mit Kaugummi ab, beschwerte sich dann, dass es im Raum zu warm wäre.
Ich bin der Überzeugung, dass man sich ein klein wenig Professionalität schon erwarten kann.

Ich kämpfe offenbar mit Hyperhidrose an den Händen. Das ist mir nie zuvor vorher aufgefallen, aber beim Aerial Hoop macht es sich dann bemerkbar. Damit hat die Leiterin wohl nicht gerechnet. Auch für den besseren Griff wurde kein Chalk/Magnesium zur Verfügung gestellt.

Ich finde jeden Teil an dem Kurs total unprofessionell. Ich habe zwar schon mehrere USI Kurse besucht, an denen ich nichts auszusetzen hatte – und dieser feiert somit Premiere. Aerial Hoop würde ich gerne nochmal ausprobieren – aber unter professioneller Anleitung.

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