The Walking Dead – Die komplette zweite Staffel

Ein weiterer #TheWalkingDead #Marathon wäre nett. #AMC #TWD #Series #Zombie #Zombies #Drama #Horror

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Mit der ersten Staffel der Zombieapokalypsenserie bin ich ja durch, aber dass die Serie mich dermaßen fesseln würde – damit habe ich nicht gerechnet. Denn ich habe mir die gesamte erste Staffel innerhalb von einem Tag angeschaut und auch die zweite Staffel wurde innerhalb von einem Tag gekilled. Dabei ist die zweite Staffel mit dreizehn Folgen deutlich umfangreicher. Aber hätte ich den Marathon nicht hingelegt, hätte ich nicht ruhig schlafen können. Ich hätte mich stündlich gefragt, wie es weiterginge und hätte mich auf nichts anderes mehr konzentrieren können.
Dass die Serie also sehr spannend ist und an die Glotze bannt, sollte hiermit klar sein!

Die Truppe, die rund um Rick Grimes noch am Leben ist, versucht sich durchzuschlagen. Durch eine unglückliche, voreilige Reaktion macht Sophia auf sich aufmerksam und wird zum Beuteobjekt eines Zombies. Heldenmutig rennt Rick sofort hinterher und lenkt den Untoten von Sophia ab. Danach überschlagen sich die Ereignisse: Carl wird angeschossen und das Mädchen bleibt unauffindbar. Um Carls Leben zu retten, wird dieser auf einer zombiefreien Ranch operiert. Die Truppe quartiert sich auf die Ranch ein, wartet auf Carls Genesung und sucht das verschollene, junge Ding. Doch wird Sophia wieder auftauchen? Und können Rick, Lori und Carl auf der sicheren Ranch bleiben und ein halbwegs normales Leben weiterführen?

Es gibt zwei Punkte, die ich bei der zweiten Staffel bemängeln muss: Die Suche nach einem verschollenen Mädchen dauert mir schlicht und einfach zu lange. Sie erscheint schier unendlich und der Zuschauer hat bereits am Anfang das Gefühl, dass es hoffnungslos ist.
Der zweite Punkt, ist ein erheblicher: Ständig wird der Glaube der Menge in Frage gestellt. Die Menschheit wurde nahezu komplett ausgerottet und die Truppe fragt sich, ob es einen Gott gibt??? Dieser Punkt ist wirklich nervig und meiner Meinung nach viel zu typisch amerikanisch. Als agnostischer Atheist, der nihilistisch angehaucht ist, stelle ich mir solch eine Frage nicht. Und vor allem nicht dreizehn mal 45 Minuten lang.

Meine zwei großen Kritikpunkte waren auch bereits die einzigen. Denn trotz der zwei genannten Punkte ist die Serie hervorragend geworden. Das Beziehungsdreieck zwischen Lori, Shane und Rick wird erst in dieser Staffel richtig dramatisch und eine Eskalation scheint unausweichlich.

Auch die Entwicklung von Shane ist durchaus interessant. Mir gefällt sein vollkommen abgehärteter Charakter. Zwar mag er rabiat wirken und drastische Maßnahmen setzen, um sein Überleben zu sichern, aber für seine menschliche Entwicklung habe ich absolutes Verständnis. Die meisten Charaktere zeigen sehr viel Menschlichkeit und Wärme, während Shane blitzschnell reagiert und sich den Situationen wie ein Chamäleon anpasst.

Ebenfalls gefällt mir Daryl sehr gut, der sich gut integriert und entgegen allen Erwartungen kein asoziales Wesen ist, sondern sich vielmehr als Teamplayer entpuppt. Diese überraschende Entwicklung ist wirklich gut gelungen und neben Glenn gehört er erstaunlicherweise zu meinen Lieblingscharakteren. Zwar habe ich vermutlich jeden zweiten Charakter lieb gewonnen, aber die Serie zwingt zum Mitfiebern mit.

Die Moralaposteln der Serie mag ich zwar, aber muss deren Entscheidungen sehr oft hinterfragen. Diese wirken zu menschlich und zu gefühlvoll, wenn die Apokalypse bereits über der Halbwertszeit ist. Aber dies macht die Serie aus: Abwechslung, Überraschung und Menschlichkeit.

Das Ende der zweiten Staffel hat es absolut in sich. Ein richtiger Knall erwartet den Zuschauer am Ende. Ich finde es schade und traurig, dass einige Charaktere es nicht schaffen oder bereits kurz davor das Zeitliche segnen. Die Unberechenbarkeit klopft also stets an der Tür, sodass kein einziger Charakter, egal wie populär er sein mag, stets vom Aussterben bedroht ist.

Durch die Niederlassung auf einer Ranch kriegt der Cast gehörigen Zuwachs, den ich nur herzlich begrüßen kann. Maggie ist ein liebenswerter Charakter, während ihr Vater Hershel anfangs noch undurchsichtig und streng erscheint. Er scheint sich auch nicht mit der Situation abgefunden zu haben. Integration und Konflikte sind also unausweichlich, was der Serie einen konstanten Schub verleit.

Fazit: Es passiert viel und manchmal passiert weniger, aber dies macht die Serie nun einmal aus. Auch wenn alles sicher erscheint, wird im nächsten Augenblick alles komplett umgekrempelt. Überraschungen und Wendungen halten die Serie auf Trab und vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen sind auch in der zweiten Staffel nicht in einer einfachen Konstellation. Aktuell gibt es keine spannendere Serie.
Die Serie ist auf DVD und Blu-Ray erhältlich
Weitere Informationen gibt es auf WVG

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20 thoughts on “The Walking Dead – Die komplette zweite Staffel

  1. Bin momentan mit der ersten Staffel durch, hatte aber noch keine Zeit für die zweite (wohl aus dem selben Grund wie du: Wenn ich anfange, muss ich auch weiterschauen)
    Wusstest du, dass es auch ein PC-Spiel von „The Walking Dead“ gibt? (http://store.steampowered.com/agecheck/app/207610/)

    Vielleicht kannst du darüber ja auch einen Bericht, oder noch besser, ein „Let’s play mit Kim“ machen 😀

    • Ja, von einem PC-Videospiel habe ich gehört. Wie stellst du dir denn „Let’s play mit Kim“ vor? 😀
      Bei einer größeren Nachfrage, würde ich das natürlich in Betracht ziehen 😉

      • Du kannst meinen Steam Acc dafür benutzen. Ich hab das Spiel, komm aber momentan eh nicht dazu.

        Aufnehmen kannst du das ganze zB mir Fraps, wenn du ein Mikro noch dazu hast, bzw. eine Webcam, kannst du dich auch noch im Miniformat ins Bild setzen, so sieht man deine Reaktion Zeitgleich aufs Spiel.

  2. Aber die Auflösung mit dem verschwundenen Mädchen hatte es dann doch in sich! Allerdings schon krass, die ganze Staffel an einem Tag wegzuschauen, danach sieht man glaube ich selbst aus wie ein Zombie 😉

    • Hahaha, kann sein, danach habe ich mich nicht im Spiegel betrachtet. Das wollte ich mir dann doch nicht antun!
      Die Auflösung war aber wirklich sehr überraschend und gar nicht amerikanisch 😉

  3. Deinen Kritikpunkt mit der Suche nach Sophia, die so hinzieht und dabei doch eh schon als hoffnungslos erscheint, verstehe ich gut. Allerdings fand ich die Auflösung so großartig inszeniert, dass es mich für das anfängliche, schleppende Erzähltempo total entschädigt hat.

    Ich kann dir übrigens eine sehr temporeiche und dramatische 3. Staffel versprechen! Die erste Hälfte ist schon wieder sehr mitreißend. Du kannst dich noch auf etwas freuen.

    • Ich freue mich wirklich auf die dritte Staffel!!!! BWAAH!!
      Die Auflösung ist wirklich hervorragend gelungen, womit ich anfangs gar nicht gerechnet habe. Aber so ist TWD nun einmal 😀

  4. Hi Kim,

    Mal wieder ein klasse Bericht über The Walking Dead, Echt toll geschrieben und ein Super Fazit :-). Ich fand die Staffel 2 echt spannend, nur fand ich es etwas traurig mit Sophia, da sie im Comic, ja eigentlich nicht stirbt, aber wir fans wissen ja alle schon das alles anderst ist als in den Comics. Ich Freu mich auch schon Tierisch auf die staffel 3 will endlich wissen wie es weiter geht. Diese wartezeit ist echt kaum auszuhalten :-).

    Danke Für den tollen bericht und ich wünsche dir ein tolles wochenende :-).

    Liebe Grüße

    • Noch 9 Tage, dann geht es zumindest in den USA weiter :))

      Ich hatte eine kurze Panikreaktion, weil das Compendium auf Amazon ausverkauft war, bin dann mitten in der Früh aufgewacht, überall gesucht, bestellt und dann habe ich weitergeschlafen 😀

      Freue mich schon sehr auf den Comic 😀
      Dir auch ein schönes Wochenende 😀

  5. Die zweite Staffel fand ich zu sehr GZSZ – Gute Zombies schlechte Zombies quasi ^^ Teilweise hat man eine ganze Folge lang nicht einen Zombie gesehen, die ganzen Beziehungen untereinander wurden viel zu lange ausgelutscht und überhaupt. Letztendlich war die Staffel ok, aber die dritte jetzt ist viel geiler!!

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