Brass Monkey – Wien

Jedes Mal wenn jemand den Cupcake Trend entdeckt, dann bin ich zwar sehr froh, dass es einige gibt, die derart enthusiastisch sind und ebenfalls auf den Zug springen wollen. Andererseits ist es nicht besonders beruhigend, wenn angehende Bäcker zwar bereits eine Location im Auge haben, aber zuvor noch niemals einen Cupcake zuvor gebacken haben. Geschmacklich rächt sich dies nur allzu gerne (der superaktuelle Blog Kimspencil berichtete bereits über Cupcakes) und im Gegenzug dafür bleiben die Kunden mit funktionierenden Geschmacksknospen einfach aus.

Cup’N’Keks ist bei mir ja bereits gnadenlos durchgefallen. Dafür hat sich ein weiterer Laden gemeldet und versucht vom Cupcake Kuchen mitzunaschen. Ich war selbst noch nicht dort, aber vor einigen Wochen hat meine Schwester mir einige Cupcakes nach Hause geschickt. Quasi als Aufmunterung, da ich zum damaligen Zeitpunkt das Bett hüten musste.

Über die Inneneinrichtung und den Service vor Ort kann ich leider nichts sagen. Ich weiß nur, dass ein Cupcake 2,80€ kostet und verhältnismäßig günstig ist. Doch beim Auspacken wird auch der Preis recht schnell klar: Die Cupcakes sind ziemlich klein.
Nachdem man mit der Größe konfrontiert wird, folgt bereits der nächste Schock. Zwar ist beim Transport nicht alles glatt gelaufen, aber man kann erahnen, wie viel Liebe in die Dekoration geflossen ist: nämlich exakt gar keine.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich absolut keine Ahnung habe, was für Geschmacksrichtungen ich da überhaupt bekommen habe. Optisch würde ich den ersten zu Mohn oder Oreo zuordnen, genau lässt sich das nicht sagen, da der Cupcake weder nach Mohn, noch nach Oreo geschmeckt hat. Geschmacklich ist dieser also bereits ein großer Flop, wenn man nicht einmal die genaue Richtung definieren kann. Zudem schmeckt dieser irgendwie salzig und gar nicht nach einem Cupcake.

Auch das Topping wurde nur lieblos auf den Muffin geklatscht. Bisher kannte ich keine minimalistischen Cupcakes – zumindest dürften diese sich unter diesen Umständen diesen Titel erst gar nicht selbst verleihen.
Ich habe noch einen ganzen Kritikpunkt, den ich loswerden muss. Sind die Smarties das I-Tüpfelchen? Gehören die so oder schauen sie tatsächlich schimmelig aus? Wer sich hier etwas gedacht hat, kann nicht viel gedacht haben.

Beim nächsten handelt es sich um Vanillekirsch. Hätte ich nun nicht auf Hellothanhs Blog nachgeschaut, hätte ich den Geschmack ebenfalls nicht eruieren können. Nachdem ich einen Bissen gemacht hatte, fiel mir auf, dass der Geschmack dem letzten Cupcake sehr ähnelte. Dies war einfach ein klarer Fall für den Mistkübel, auch wenn ich nur sehr ungern Lebensmittel verschwende. Aber der widerliche Geschmack zwang mich doch zum allerletzten Mittel.

Fazit: Auch wenn die Cupcakes mit 2,80€ recht günstig sind, sind sie für ungenießbare Muffins mit Topping doch zu teuer. Selbst Ratten würden hiervon Abstand halten.


Lecker schaut der Cupcake nicht aus!

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4 thoughts on “Brass Monkey – Wien

  1. hast du seither nochmal bei Brass Monkey gegessen? ich hatte ja das Gefuehl, dass die dort sehr ungewöhnliche CC-Kreationen vorlegen, also zB noch ein Sponge verkehrt herum auf einem befindlichen CC. wies geschmacklich ist, kann ich nicht sagen.

    • Nein, ich war nie wieder dort, sehe aber auch keinen Grund mehr, da ich meine Cupcakes Sucht nun überwunden habe 😀
      Mittlerweile kann ich leider nicht mehr 1-2 Cupcakes pro Tag essen. Das ist dann doch zu viel des Guten!

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