Fairest – Das verborgene Reich

Meine anfängliche Skepsis gegenüber der Fables und Fairest Reihe hat sich spätestens nach dem ersten Band gelegt. Daraufhin folgt „Das verborgene Reich“, das eine moderne Geschichte von Rapunzel erzählt.

Rapunzel hat es mit ihren Haaren ziemlich schwer. Ihr Haar wächst so schnell, dass sie die Haare sogar mehrmals am Tag schneiden lassen muss. Doch es sollte nicht das einzige Problem sein, das sie hat: Eines Tages findet sie eine klitzekleine Invasion von Vögeln aus Origami mit einer Botschaft, die ihr keine Ruhe mehr lassen. „Deine Kinder“ steht auf einem Zettel geschrieben, woraufhin sich Rapunzel sofort nach Japan begibt, auf der Suche nach ihren lang verloren geglaubten Kindern.

Fairest ist wirklich alles andere als eingerostet. Denn mit der Einbindung der modernen, japanischen Welt ist man hier tatsächlich in der neuen Welt angelangt. Dabei werden Rückblenden aus einer anderen Zeit nicht ausgespart. Die Märchenfiguren leben sehr lange, sterben anscheinend nicht, daher sollten Rückblenden von mehreren Jahrzehnten keine Überraschung sein.

Die Mischung zwischen modern und traditionell finde ich sehr interessant. Der erste Band war doch fast konventioneller und spielte nicht zu sehr mit mehreren Epochen. Sehr lobenswert, dass man sich nicht nur auf eine Schiene festgesetzt hat.
Die Zeichnungen sind allesamt klar. Es gibt hier keine Ausschweifungen, aber auch keinen unkontrollierten Strich, der ausschweift. Ebenso ergeht es den Farben. Hier wurde sauber gearbeitet und man könnte fast sagen, dass fast zu sauber gearbeitet wurde. Denn auch die Charaktere sind ebenfalls (fast) alle schön geraten.
Ich mag die Vorschauen aufs nächste Kapitel, welche doch tatsächlich ein klein wenig an Märchenbücher erinnern. Mit Sicherheit ist dies auch beabsichtigt, um an die Anlehnung an Märchen hervorzurufen.
Abgesehen vom Element der wachsenden Haare von Rapunzel erinnert nur wenig an das Märchen selbst. Zwar gibt es eine böse Hexe, aber kein Prinz der sie aus einem Turm retten möchte. Zumindest steht dieser Punkt nicht im Mittelpunkt des Geschehens.

Fazit: Ich finde großen Gefallen an der Reihe und freue mich bereits auf weitere Bände. Das Spin-Off der Serie ist rundum gelungen und die Einbindung der japanischen Kultur ist ebenfalls interessant zu beobachten.
Fairest 2: Das verborgene Reich, Lauren Beukes, Inaki Miranda, Panini Comics

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