Crossed 14 – Badlands 7


Die Geschichten rund um die Gefirmten ziehen in eine weitere Runde. Nachdem wir schon verschiedene Geschichten gesehen haben, sogar einen Blick in die apokalyptische Zukunft werfen durften, wird wieder eine kleine Zeitreise gemacht: Nun werfen wir mit Crossed 14 – Badlands 7 wieder einen Blick in die Vergangenheit. Und zwar an den kompletten Anfang des Ausbruchs.

Am Anfang war ein Mann, dessen Name unbekannt bleibt. Er sieht nicht besonders furchterregend aus, aber mit ihm scheint etwas nicht zu stimmen. Gerade seine Gedankengänge lassen vermuten, dass er nicht zurechnungsfähig ist.
Woanders verschwindet ein komplettes Dorf. Keiner hat die Einwohner gesehen. Was ist geschehen? Der Premierminister wird zurate gezogen und auf Anraten seines Beraters beschließt dieser dorthin zu fahren, wo dieser mysteriöse Mann eingewiesen wurde, der diesen fatalen Virus in sich trägt. Der infizierte Mann versucht bei Ankunft des Premierministers auszubrechen, wird dabei von seinem Bodyguard beschützt, der den Infizierten ausknockt. Da er in Berührung mit dem Infizierten kommt, wird er zusammen mit seinen Kollegen unter Quarantäne gestellt.
Es vergeht nur wenig Zeit, aber die Zeit reicht für eine kleine Katastrophe aus. Die Herren unter Quarantäne haben ein Massaker angerichtet, die Verantwortliche vor Ort scheint ein wenig ratlos zu sein. Die Verbreitung erfolgt zu schnell. Kein Heilmittel könnte schnell genug reagieren.
Doch wer steckt denn hinter diesem Virus? Zeigt sich jemand hierfür verantwortlich? Ist dies ein Virus oder ist dieser Virus eine biologische Waffe?

So viel kann ich sagen: Es outet sich tatsächlich jemand und scheint sich für diesen Virus verantwortlich zu zeichnen. ABER und das sollte man dazu sagen, ist das was man uns hier weiß machen möchte, nicht glaubwürdig. Möchte uns Garth Ennis etwa nur auf eine falsche Fährte locken? So wirkt es, denn glauben kann man die Antwort, die abgeliefert wird, nicht wirklich.

Die richtigen Schockmomente fehlen, aber das habe ich nicht erwartet, da man den Gefirmten ja ohnehin Zeit geben muss, um sich „zu entwickeln“.

Als Leser habe ich mir so sehr gewünscht, dass alles gut geht, aber es kommt natürlich so wie es kommen muss: das vorprogrammierte Chaos.

Fazit: Die „Entstehungsgeschichte“ von Crossed kommt ohne schockierende Momente aus und bleibt auch ohne viel Splatter spannend. Garth Ennis schafft es, dass der Leser bei Crossed dranbleibt, ohne zu viel „Crossed“ zu liefern.
Crossed 14 – Badlands 7, Garth Ennis, Christian Zanier

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