Caliban – Odyssee ins Grauen

Garth Ennis hat sich bei mir ja als Schocker Autor etabliert. Als Vater der Crossed Reihe, hat er sich bei mir ins Gedächtnis eingebrannt.
Nun habe ich mir einen neuen Comic gegönnt, für den er sich verantwortlich zeichnet. Inspiriert vom Science Fiction Klassiker Alien begeben wir uns nun ins Weltall.

Menschen können aufgrund von Wurmlöcher gewaltige Distanzen zurücklegen. Das Raumschiff Caliban ist im weiten All unterwegs und immer auf der Suche nach Rohstoffen und sogar einem neuen, bewohnbaren Planeten. Die Suche mit der Caliban mitsamt vielen, verschiedenen Arbeiter und Spezialisten, die sich im Kälteschlaf befinden, ist reine Routine.
Doch natürlich kommt alles ganz anders. Das Schiff kollidiert mit einem unsichtbaren Schiff und alles kommt der Crew ein wenig seltsam vor.
Aber schnell kommt die Crew drauf was passiert ist: Die Caliban ist mit einem anderen Schiff nicht nur kollidiert, sondern auch gleichzeitig fusioniert! Aber nicht nur das! Auch befinden sich nun Reste der Crew des anderen Raumschiffs in der Caliban.
Dass die Crew der Caliban sich nun nicht auf einem Spaziergang befindet und sogar ein Crew Mitglied nun allen Kollegen ans Leder möchte, impliziert wohl schon der Titel selbst: Caliban – Odyssee ins Grauen.

Der Zeichner hat es leider nicht geschafft die Atmosphäre einzufangen. Es gibt kein beklemmendes Gefühl, keine Spannung. Grafisch müsste man schon außerordentliche Arbeit leisten, damit dem Leser ein verstörendes, schauriges Gefühl vermittelt werden kann.
Was mich wundert, aber andererseits nicht überrascht, ist dass der Autor beschloss kein unheimliches Lebewesen, sondern einen Menschen voranschickte, um die Mitglieder der Crew zu töten.
Einerseits ist das schade, andererseits zeigt Garth Ennis ja bekanntlich seine Vorliebe Menschen und ihre Abgründe zu zeigen.

Fazit: Als Comic hat mich Caliban nur teilweise überzeugt. Die Story ist gut, aber grafisch und in Panels ist es einfach schwer dem Leser dieses Horrorgefühl zu vermitteln. Dies dürfte als Film aber umso leichter sein.
Caliban – Odyssee ins Grauen, Garth Ennis, Facundo Percio

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